22 January 2026, 18:34

Mecklenburg-Vorpommern setzt vor den Wahlen 2025 auf Arbeitsmarkt-Reformen und lokale Aufträge

Eine Baustelle mit einem großen Haufen Erde in der Mitte, umgeben von einem Zaun, Pfählen, Lampen, Schildern und Bäumen, unter einem klaren Himmel, Teil einer neuen Einkaufszentrumsbau in den Niederlanden.

Öffentliche Aufträge bis zu 100.000 Euro ohne Ausschreibung - Mecklenburg-Vorpommern setzt vor den Wahlen 2025 auf Arbeitsmarkt-Reformen und lokale Aufträge

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet Fortschritte bei Arbeitsmarkt und öffentlicher Auftragsvergabe

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Im Vorfeld der Wahlen 2025 hat Mecklenburg-Vorpommern bei der Arbeitsmarktpolitik und den Regeln für öffentliche Aufträge stetige Fortschritte gemacht. Bei der letzten Sitzung der Zukunftsallianz vor den Wahlen betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zentrale Erfolge, darunter neue Fördermaßnahmen für Studierende und strengere Vorgaben für Arbeitssuchende. Gleichzeitig prognostizieren Behörden für 2025 eine stabile Beschäftigungslage – gestützt durch einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

Die Zukunftsallianz, eine von der Landesregierung getragene Initiative, beendete ihre letzte Sitzung vor den Wahlen im September 2025. Schwesig, SPD-Vorsitzende und amtierende Ministerpräsidentin, lobte die Arbeit der Gruppe, insbesondere die Einführung bezahlter Praktika für Studierende in handwerklichen Berufen. Damit soll der Nachwuchs für die Agentur für Arbeit gewonnen und gleichzeitig die finanzielle Belastung verringert werden.

Ab Februar 2025 gelten für Behörden im Land höhere Schwellenwerte bei der Auftragsvergabe. Die Grenze für allgemeine Dienstleistungen steigt von 5.000 auf 100.000 Euro, bei Bauaufträgen von 10.000 auf 150.000 Euro. Die Änderungen sollen die öffentliche Mittelverwendung effizienter gestalten und größere lokale Projekte fördern. Auf dem Arbeitsmarkt sank die Arbeitslosenquote 2024 auf 8,0 Prozent – nach 8,1 Prozent im Vorjahr. Markus Biercher, Regionaldirektor der Bundesagentur für Arbeit, erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt, und sagt für 2025 einen stabilen Arbeitsmarkt voraus.

In Schwerin läuft zudem ein Pilotprojekt an, das sich an langzeitarbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene ohne Berufsabschluss richtet. Die Teilnehmer erhalten individuelle Unterstützung, doch wer das Angebot ablehnt, muss mit Kürzungen beim Arbeitslosengeld rechnen. Die von Schwesigs SPD und der Linken getragene Koalition steuert diese Maßnahmen weiter, während sich das Land auf die Wahlen 2026 vorbereitet.

Die Anpassungen bei der Auftragsvergabe und der Fokus auf die Beschäftigung von Jugendlichen sind konkrete Schritte in der Wirtschaftsstrategie des Landes. Mit sinkender Arbeitslosigkeit und einer stabilen Arbeitsmarktprognose wollen die Verantwortlichen diese Ansätze im kommenden Jahr weiter ausbauen. Der Erfolg des Pilotprojekts und des neuen Praktikumsprogramms wird voraussichtlich weitere politische Weichenstellungen beeinflussen.