05 June 2026, 14:37

Matthias Hundt bleibt trotz Rücknahme seines Rücktritts vor der Tür – doch die Abfindung fließt

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt bleibt trotz Rücknahme seines Rücktritts vor der Tür – doch die Abfindung fließt

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, nimmt seinen Rücktritt zurück – doch seine Entlassung steht dennoch bevor. Der Schritt erfolgt, während gegen ihn im Zusammenhang mit der Insolvenz eines von ihm geführten Unternehmens ermittelt wird. Der Senat will seine Abberufung am Dienstag endgültig beschließen.

Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt angeboten, diesen später jedoch wieder zurückgezogen. Als Grund nannte er Frustration über Medienberichte und wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Die Behörden bestätigten, dass er niemals Gesellschafter der Humboldt Capture Germany GmbH gewesen sei, obwohl er bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer tätig war.

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Über ein weiteres seiner Unternehmen, die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, wurde am 25. November 2025 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft nun seine Rolle beim Zusammenbruch des Unternehmens. Unabhängig davon untersucht die Deutsche Rentenversicherung die Firma wegen ausstehender Beitragszahlungen.

Trotz der Kontroversen hat Hundt weiterhin Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von rund 72.000 Euro – was etwa sechs Monatsgehältern entspricht. Die für Dienstag geplante Entlassung durch den Senat wird sein Amt als Staatssekretär beenden. Die Ermittlungen zu seinen Geschäftstätigkeiten laufen derweil weiter, während die Abfindung davon unberührt bleibt. Sein Rückzug vom Rücktritt ändert nichts an der Entscheidung, ihn aus dem Amt zu entfernen.

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