24 March 2026, 10:09

Mario Basler attackiert Nagelsmann und DFB vor der Weltmeisterschaft

Ein Mann in einer schwarzen Jacke mit Logo steht auf einem Fußballfeld und scheint ein Trainer zu sein.

Mario Basler attackiert Nagelsmann und DFB vor der Weltmeisterschaft

Der ehemalige Nationalspieler Mario Basler hat den Bundestrainer Julian Nagelsmann und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) scharf kritisiert. Seine Äußerungen kommen kurz vor der anstehenden Weltmeisterschaft, bei der er dem Team nur geringe Erfolgsaussichten einräumt. Basler hat zudem seine finanzielle Unterstützung für den DFB eingestellt und aus Protest seine UEFA-Pro-Lizenz-Mitgliedschaft gekündigt.

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Im Mittelpunkt von Baslers Frustration steht Nagelsmanns unkonventionelle Personalpolitik. Während frühere Trainer auf etablierte Stammspieler und feste Positionen setzten, legt Nagelsmann Wert auf taktische Flexibilität, Spielerprofile und spezifische Rollen – unabhängig von der aktuellen Vereinsform oder Einsatzzeiten. Diese Herangehensweise führte zu überraschenden Nominierungen, etwa die von Lennart Karl, der trotz begrenzter Spielpraxis beim FC Bayern München wegen seines Dribblings und seiner Unberechenbarkeit berufen wurde. Leon Goretzka, der ebenfalls nicht regelmäßig in der Startelf steht, wurde aufgrund seiner Kopfballstärke und seiner Partnerschaft mit Aleksandar Pavlović ausgewählt. Gleichzeitig sprangen vielseitige Akteure wie Kevin Stiller und Chris Führich als Verletzungsersatz ein – ein Zeichen für Nagelsmanns Vorliebe für anpassungsfähige Systeme.

Die Strategie markiert einen deutlichen Bruch mit früheren Zeiten, in denen Spezialisten oder Spieler in Topform wie Karim Adeyemi, Noah Beier oder Youssoufa Moukoko wohl den Vorzug erhalten hätten. Nagelsmanns System erfordert positionelles Verständnis und ermöglicht Formationswechsel zwischen einem 4-2-3-1 und einem 3-4-2-1 während des Spiels. Basler wirft dem Trainer jedoch vor, durch seine Entscheidungen an Glaubwürdigkeit verloren zu haben. Besonders kritisch sieht er die Berufung von Leroy Sané, der zwar in dieser Saison regelmäßig für Galatasaray in der Champions League auflief, aber ohne Torerfolg blieb, sowie die von Antonio Rüdiger, dessen frühere disziplinarische Probleme im Kontrast zu seinem starken Ruf bei Real Madrid stehen, wo Co-Trainer Álvaro Arbeloa seine Leistungen lobt.

Baslers Kritik beschränkt sich nicht auf die Personalentscheidungen. Er hat öffentlich alle finanzielle Förderung für den DFB eingestellt und seine UEFA-Pro-Lizenz als direkten Protest zurückgegeben. Seine Prognose für die WM ist düster – er deutete sogar an, Nagelsmann könnte nach dem Turnier zurücktreten.

Der Konflikt offenbart tiefe Gräben in der Bewertung von Nagelsmanns Methoden, die Anpassungsfähigkeit über Tradition stellen. Baslers Rückzug und seine pessimistischen Vorhersagen erhöhen den Druck vor der Weltmeisterschaft. Gleichzeitig sehen sich der DFB und Nagelsmann wachsender Kritik an ihrer langfristigen Strategie für die Nationalmannschaft ausgesetzt.

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