Mainzer Hundebesitzer kämpfen um Freilaufflächen im MLK-Park
Protest im Juli 2025: Hundebesitzer fordern bessere Infrastruktur im Mainzer Martin-Luther-King-Park
Im Juli 2025 versammelten sich Hundebesitzer mit ihren Tieren im Martin-Luther-King-Park (MLK-Park) in Mainz, um mehr Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse von Hunden zu fordern – darunter die Einrichtung eines abgegrenzten Freilaufflächenbereichs. Der Park, eine vielgenutzte Grünanlage mit Bänken, Sportanlagen und Spazierwegen, ist seit Langem ein beliebter Treffpunkt für Hundebesitzer – obwohl dort offiziell Leinenpflicht herrscht.
Der MLK-Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt. Aktuell verfügt er über einen Fußballplatz, einen Basketballkorb, eine Boule-Bahn und einen Tischtennistisch. Trotz der Hinweisschilder, die Hunde an der Leine vorschreiben, lassen viele Besitzer ihre Tiere frei laufen, was immer wieder zu Konflikten führt.
Der Stadtrat hatte im Mai 2024 Umgestaltungspläne für den Park beschlossen – in der aktuellen Planung ist jedoch kein Hundeauslaufgebiet vorgesehen. Die Stadtverwaltung lehnt zudem die Umwidmung öffentlicher Grünflächen in Hundezonen ab und verweist auf begrenzte Ressourcen.
Der Protest im Juli brachte nun Bewegung in die Debatte. Die Behörden wurden angewiesen, mögliche Standorte für eingezäunte Hundewiesen zu prüfen. Dies folgt auf jahrelange Diskussionen, zumal Mainz jährlich rund 2 bis 3 Millionen Euro durch Hundesteuern einnimmt – eine der höchsten Abgaben in Deutschland. 2022 zahlten Halter 186 Euro für den ersten und 216 Euro für jeden weiteren Hund, doch bleibt unklar, wofür diese Mittel genau verwendet werden.
Obwohl die Neugestaltung des MLK-Parks kaum Spielraum für Freilaufflächen lässt, sucht die Stadt nun nach Alternativen. Die Hundebesitzer in Mainz fordern unterdessen klarere Regeln und bessere Einrichtungen, um ihren Tieren gerecht zu werden.






