Mainzer Fasching 2025: Erste Protokollchefin macht Geschichte mit scharfem Polit-Witz
Clara HartmannFrauen-Deb├╝t bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Fasching 2025: Erste Protokollchefin macht Geschichte mit scharfem Polit-Witz
Die 71. Ausgabe der Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht-Faschingsitzung brachte am 11. Februar 2025 frischen Schwung auf die Bühne. Zum ersten Mal in der Geschichte der traditionsreichen Veranstaltung führte eine Frau als Protokollchefin durch das Fernsehprogramm und läutete damit ein neues Kapitel ein. Das satirische Spektakel blieb jedoch seinen Wurzeln treu – mit scharfem Humor und den gewohnten Karnevalselementen.
Christina Grom schrieb Geschichte, indem sie als erste Frau die Rolle der Protokollchefin übernahm. In ihrer Performance setzte sie mit beißendem Spott politische Persönlichkeiten ins Visier: So schlug sie vor, im Fernsehen solle man die Gutenberg-Bibel nutzen, um Donald Trumps Ego "zusammenzustauchen". Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der ehemalige US-Präsident mussten sich ihre satirischen Angriffe gefallen lassen – doch keiner der drei reagierte öffentlich. Während Merz und Söder die Sticheleien weitgehend ignorierten, ließ Trump keine Stellungnahme verlauten.
Ein weiteres Highlight war die Rückkehr von Jürgen Wiesmann, der zum 25. Mal als Ernst Lustig auftrat – eine der beliebtesten Karnevalsfiguren. Daneben beendete Andreas Schmitt, langjähriger Moderator der Sitzung, die Veranstaltung in seiner Paraderolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms. Seine Karriere war dabei nur von einer kurzen gesundheitsbedingten Pause im Jahr 2025 unterbrochen worden.
Trotz innovativer Akzente blieb die Sitzung ihrem bewährten Ablauf treu: Satirische Reden, mitreißende Tanzgruppen und musikalische Darbietungen prägten das Fernsehprogramm und unterstrichen die anhaltende Strahlkraft der Veranstaltung.
Die Faschingsitzung 2025 verband Tradition mit Wandel – Groms Führung und ihr scharfer Spott standen im Mittelpunkt. Dass die angegriffenen Politiker öffentlich schweigen, minderte die Wirkung des Events kaum. Mit erfahrenen Künstlern und neuem Talent blieb die Karnevalsfeier ein lebendiger Bestandteil des Mainzer Kulturkalenders.






