Mainzer Dezernentin nennt Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine "Beerdigung der Region"
Jonas HofmannMainzer Dezernentin nennt Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine "Beerdigung der Region"
Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger übt scharfe Kritik am Start von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen
Die Eröffnung des neuen Terminals 3 am Frankfurter Flughafen hat die Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger als "Beerdigung einer lärmgeplagten Region" bezeichnet. Gleichzeitig stellte sie infrage, ob das seit Langem geschlossene Terminal 2 jemals wieder in Betrieb genommen wird.
Steinkrüger nannte den Neubau einen "Schlag ins Gesicht" für die Bewohner:innen im Rhein-Main-Gebiet, die seit Jahren unter unerträglichem Fluglärm leiden. Die Region habe die Belastungsgrenze durch den Luftverkehr längst überschritten, so die Dezernentin.
Mehr als ein Jahrzehnt lang hatten die Flughafenbetreiber den Bau von Terminal 3 mit steigenden Passagier- und Flugzahlen begründet. Doch die tatsächlichen Daten zeigten stagnierendes Wachstum – ein Beleg dafür, dass die Erweiterung nicht notwendig war. Steinkrüger zufolge verschob sich die Begründung für das Projekt später auf "Qualitätsverbesserung bei der Abfertigung" – ein Vorwand, um den Bau und die Inanspruchnahme geschützter Waldflächen zu rechtfertigen.
Zudem warf sie den Flughafenbetreibern vor, durch die Ausweitung des Billigflug- und Frachtverkehrs frühere Fehlkalkulationen zu vertuschen. Terminal 3 sei von Anfang an darauf ausgelegt gewesen, die Flugkapazitäten zu erhöhen – trotz gegenteiliger Beteuerungen.
Die Eröffnung des Terminals 3 erfolgt mitten in der anhaltenden Debatte über Lärmbelastung und gebrochene Wachstumsversprechen. Steinkrügers Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Sorgen über die Auswirkungen des Projekts auf Anwohner:innen und Umwelt.






