10 May 2026, 10:07

Mainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit neuartiger Bohrtechnik

Schwarz-weiß-Foto eines Grabens mit einem Rohr an der Seite.

Mainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit neuartiger Bohrtechnik

Großes Infrastrukturprojekt in Mainz: Neue 220-Meter-Leitung unter dem Rhein

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In Mainz beginnt ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Die Stadt rüstet sich für die Verlegung einer neuen 220 Meter langen Pipeline unter dem Rhein. Die bestehende Leitung, die teilweise beschädigt ist, wird durch ein langlebigeres System ersetzt, das für Jahrzehnte ausgelegt ist.

Die Bauarbeiten starten am 11. Mai und setzen erstmals auf das Verfahren des horizontalen Richtbohrens – eine Methode, die der Wirtschaftsbetrieb Mainz bisher noch nicht eingesetzt hat. Dabei wird zunächst ein Pilotbohrloch erstellt, das anschließend erweitert und durch das dann die neue Leitung gezogen wird. Die Trasse verläuft von der Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee bis zum Kanalsystem am Mombacher Kreisel.

Die Pipeline mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern wird bis zu zehn Meter unter dem Flussbett verlegt, um Stabilität zu gewährleisten. Zum Schutz vor künftigen Schäden wird sie zusätzlich mit einer Schutzhülle ummantelt. Anders als beim alten System ermöglicht diese Konstruktion Wartungsarbeiten oder Austauschmaßnahmen, ohne den Betrieb im Hafenbecken zu unterbrechen.

Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende August 2026 geplant. Wie die Verantwortlichen bestätigten, sei eine Komplettsanierung der alten Leitung wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen – der Neubau stelle daher die praktikabelste Lösung dar.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die neue Pipeline die Versorgungs- und Entsorgungssicherheit in Mainz deutlich verbessern. Zudem sinkt das Risiko von Störungen im Hafenbereich. Anwohner und Unternehmen profitieren langfristig von der modernisierten Infrastruktur.

Quelle