17 February 2026, 20:27

Machtkampf in Grünheide: Tesla-Mitarbeiter wählen über die Zukunft ihres Betriebsrats

Zwei Elektroautos, ein Polestar 4 und ein Tesla Model X, nebeneinander vor einem Gebäude mit einem Verkehrskegel im Vordergrund geparkt. Im Hintergrund sind Geländer, Schuppen, Bäume und ein klarer blauer Himmel zu sehen.

Machtkampf in Grünheide: Tesla-Mitarbeiter wählen über die Zukunft ihres Betriebsrats

Tesla Aktie: Die Gigafactory in Grünheide bereitet sich auf eine entscheidende Betriebsratswahl Anfang März vor. Rund 10.000 Mitarbeiter werden abstimmen, um die Zukunft der Mitarbeitervertretung im Werk zu bestimmen. Die Wahl folgt auf monatelange Spannungen zwischen verfeindeten Lagern, die sogar die Polizei auf den Plan riefen.

Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen zwei Hauptgruppen: Fraktion 23, die von der Tesla-Führung unterstützt wird, und die IG Metall, Deutschlands größte Industriegewerkschaft. Letztere hält derzeit 16 der 39 Sitze im Betriebsrat, während Fraktion 23 – angeführt von Michaela Schmitz – Teil eines 23-köpfigen oppositionellen Blocks ist. Die IG Metall setzt sich für einen Tarifvertrag, stärkere Mitbestimmungsrechte und bessere Arbeitsbedingungen ein und gerät damit immer wieder in Konflikt mit der Unternehmensführung.

Die Konflikte haben sich in den letzten Wochen weiter zugespitzt. Werksleiter André Thierig wird vorgeworfen, die Ziele der Gewerkschaft offen lächerlich gemacht zu haben, was die Belegschaft zusätzlich spaltet. Ein Höhepunkt der Auseinandersetzungen war erreicht, als ein Teilnehmer eine vertrauliche Betriebsratssitzung aufzeichnete und sich weigerte, das Gerät herauszugeben – die Polizei musste eingreifen.

Fraktion 23 genießt die klare Unterstützung von Tesla-Chef Elon Musk und Thierig und positioniert sich als unternehmensfreundliche Kraft. Das Wahlergebnis könnte die internen Machtverhältnisse im Werk neu ordnen und entscheiden, ob sich die Mitarbeitervertretung eher an den Gewerkschaftsforderungen oder an der Unternehmensführung orientiert.

Die Abstimmung ist ein weiteres Kapitel in der bewegten Geschichte des Werks, in der frühere Wahlen und Arbeitskonflikte immer wieder Schlagzeilen machten. Das Ergebnis wird ein wichtiger Gradmesser für die Stabilität und Ausrichtung des Standorts sein.

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Die Wahl findet vom 2. bis 4. März statt, alle 10.000 Mitarbeiter sind stimmberechtigt. Die siegreiche Gruppe wird die Arbeitsbedingungen, die Beziehungen zur Gewerkschaft und die Unternehmenskultur am Tesla-Standort Brandenburg maßgeblich prägen. Beobachter sehen die Wahl als entscheidenden Test für die Zukunft des Werks.