Lübecker Polizei startet kostenlose Fahrradcodierung gegen Diebstahlwelle
Luisa HartmannLübecker Polizei startet kostenlose Fahrradcodierung gegen Diebstahlwelle
Zum Start der Fahrradsaison: Lübecker Polizei ruft zu mehr Diebstahlschutz auf
Mit Beginn der Fahrradsaison appelliert die Lübecker Polizei an die Bürger, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz ihrer Räder zu treffen. Da Fahrraddiebstähle nach wie vor ein hartnäckiges Problem darstellen, kündigen die Behörden neue Initiativen an, um Eigentümern zu helfen, ihr Hab und Gut besser zu sichern.
Im Mai 2026 veranstaltet die Polizei zwei kostenlose Fahrradcodierungs-Aktionen, bei denen nicht nur Fahrräder, sondern auch E-Scooter und sogar Kinderwagen mit einer Sicherheitskennzeichnung versehen werden. Zudem gibt die Behörde praktische Tipps, wie das Risiko von Diebstählen in der Region verringert werden kann.
Allein im Jahr 2025 wurden in Lübeck 852 Fahrraddiebstähle gemeldet, im Kreis Ostholstein 469. Trotz dieser hohen Zahlen bleibt die Aufklärungsquote bei solchen Straftaten gering – in beiden Gebieten liegt sie unter zehn Prozent. Die Polizei führt dies darauf zurück, dass gestohlene Räder ohne entsprechende Unterlagen nur schwer identifiziert werden können.
Um die Chancen auf eine Wiederbeschaffung zu erhöhen, empfehlen die Beamten die Anlage eines Fahrradpasses. Dieser sollte die Rahmennummer, Herstellerangaben, ein Foto sowie einen Eigentumsnachweis enthalten. Zusätzlich können individuelle Markierungen oder ein GPS-Tracker abschreckend wirken.
Für den physischen Schutz raten die Ermittler zu hochwertigen Schlössern. Besonders sicher sind Bügelschlösser aus gehärtetem Stahl, massive Ketten oder gepanzerte Kabelschlösser. Die anstehenden Codierungsaktionen sollen die Sicherheit weiter verbessern, indem die Gegenstände mit einer einzigartigen Kennung versehen werden.
Die Kosten für die Codierung betragen 18 Euro für herkömmliche Fahrräder und 28 Euro für E-Bikes inklusive Akku. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, allerdings müssen Teilnehmer einen gültigen Personalausweis und einen Eigentumsnachweis mitbringen. Die erste Aktion findet am 8. Mai am Polizeirevier Eichholz statt, die zweite folgt am 30. Mai am Polizeirevier Travemünde.
Ziel der Codierung ist es, gestohlene Räder leichter nachverfolgen und ihren Besitzern zurückgeben zu können. Angesichts der nach wie vor hohen Diebstahlzahlen und der geringen Aufklärungsquote hofft die Polizei, dass die Maßnahmen zu einem bewussteren Sicherheitsverhalten anregen.
Die Bürger werden daran erinnert, dass bereits einfache Vorsichtsmaßnahmen – wie das richtige Abschließen und die Dokumentation des Rades – das Risiko, sein Eigentum zu verlieren, deutlich verringern können.






