02 April 2026, 12:17

Leere Büros werden zu Wohnraum – doch die Hürden sind hoch

Verschlossenes Gebäude mit 'Bezahlbarer Wohnraum'-Schild, Treppe mit Geländer und Straße unten.

Leere Büros werden zu Wohnraum – doch die Hürden sind hoch

Deutsche Städte verwandeln leere Büros in dringend benötigten Wohnraum

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Berlin, München, Köln und Frankfurt haben Projekte gestartet, um die Wohnungsnot zu lindern – indem sie ungenutzte Bürogebäude umwidmen. Die Initiative könnte Tausende neue Wohnungen schaffen, doch hohe Kosten und strenge Vorschriften bleiben große Hindernisse.

Das Potenzial ist beträchtlich: Allein in den sieben größten Städten Deutschlands ließen sich aus leerstehenden Büros rund 11.000 neue Wohnungen schaffen. Manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 60.000 möglichen Wohnungen in den großen Ballungsräumen aus.

Um die Umbauten zu beschleunigen, gibt es finanzielle Anreize: Investoren erhalten Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit – ohne Rückzahlungspflicht. Allerdings ist die Gesamtförderung pro Unternehmen auf 300.000 Euro begrenzt.

Nicht alle Gebäude kommen infrage. Die Sanierungen müssen mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen, wobei es für denkmalgeschützte Objekte Ausnahmen gibt. Trotz der Förderung machen steigende Baukosten viele Projekte weniger attraktiv. Büros in Wohnraum umzuwandeln, erfordert oft teure Umbauten, da die Räume ursprünglich nicht zum Wohnen konzipiert wurden.

Weitere Herausforderungen sind veraltete Bauvorschriften, komplizierte Eigentumsstrukturen und ein Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten. Ohne zusätzliche Lösungen drohen viele mögliche Umbauten zu scheitern.

Ziel der Initiative ist es, Leerstände zu verringern, das Wohnungsangebot zu erhöhen und klimafreundliche Modernisierungen zu fördern. Doch der Erfolg hängt davon ab, finanzielle und regulatorische Hürden zu überwinden. Gelingt dies, könnten in den kommenden Jahren Tausende neue Wohnungen auf den Markt kommen.

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