Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Altkleidersammlung radikal um – was sich jetzt ändert
Clara HartmannLandkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Altkleidersammlung radikal um – was sich jetzt ändert
Landkreis Schmalkalden-Meiningen reformiert Altkleidersammlung
Angesichts wachsender Schwierigkeiten auf dem Gebrauchttextilmarkt in Deutschland und Europa ändert der Landkreis Schmalkalden-Meiningen seine Vorgehensweise bei der Sammlung von Altkleidung. Bereits jetzt wurden in zentralen Bereichen erste Sammelcontainer abgebaut.
Jährlich fallen im Landkreis rund 300 Tonnen Alttextilien an. Die Einnahmen aus diesen Sammlungen halfen bisher, die Abfallgebühren stabil zu halten. Doch aktuelle Marktprobleme – darunter Insolvenzen und sinkende Qualitätsstandards bei den Spenden – zwingen zu einer Neuausrichtung.
Künftig wird es weniger frei zugängliche Container geben. Stattdessen werden die Annahmestellen an zentralen, möglichst betreuten Standorten gebündelt. Ein wichtiger Sammelpunkt ist das Recyclingzentrum Kaltennordheim in der In der Aue 20, das nun als Hauptannahmestelle für den Verwaltungsgemeinschaften Hohe Rhön dient.
Bürger können weiterhin tragbare, saubere Textilien wie Kleidung, Schuhe, Bettwäsche sowie Accessoires wie Gürtel oder Taschen spenden. Stark verschmutzte Kleidung, Teppiche, Matratzen und Hausmüll werden jedoch nicht mehr angenommen. Die Behörden warnen zudem davor, Säcke oder Abfall neben den Containern abzulegen.
Die Umstellung läuft bereits: In Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Hohe Rhön wurden Container bereits entfernt. Weitere Anpassungen für die Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön werden noch geprüft.
Ziel der Änderungen ist es, die Textilentsorgung angesichts eines schrumpfenden Marktes effizienter zu gestalten. Mit weniger, aber besser kontrollierten Sammelstellen will der Landkreis die Abläufe optimieren. Bürger müssen künftig vor dem Spenden prüfen, welche Gegenstände noch angenommen werden.






