Kühlungsborns historische Villa Baltic soll nach Jahrzehnten des Leerstands neu erstrahlen
Clara HartmannKühlungsborn renoviert Villa Baltic ohne Investor - Kühlungsborns historische Villa Baltic soll nach Jahrzehnten des Leerstands neu erstrahlen
Die historische Villa Baltic in Kühlungsborn könnte nach Jahrzehnten des Leerstands bald ein neues Leben erhalten. Die Ostseestadt plant, das seit langem ungenutzte Anwesen zu übernehmen und in ein öffentliches Zentrum mit neuem Rathaus und Gewerbeflächen umzuwandeln. Frühere Versuche privater Investoren scheiterten, sodass die Villa jahrelang ungenutzt blieb.
Die Brüder Jan und Berend Aschenbeck hatten die Villa Baltic 2019 erworben, doch die geplante Entwicklung des Geländes kam nicht voran. Bis 2025 gab es keine Fortschritte, woraufhin die Stadt beschloss, ohne private Geldgeber weiterzumachen. Frühere Ideen, darunter ein Hotel an der nahen Strandpromenade, wurden nie realisiert.
Der neue Plan der Stadt sieht eine vollständige Sanierung der Villa für über 32 Millionen Euro vor. Zwei Drittel der Kosten könnten durch Fördermittel des Bundes und des Landes gedeckt werden. Neben der denkmalgerechten Restaurierung des Gebäudes sind ein unterirdisches Parkhaus, Läden und Arztpraxen vorgesehen.
Der Stadtrat wird das Projekt in seiner nächsten Sitzung beraten und darüber abstimmen. Bei einer Zustimmung soll der attraktive Standort direkt am Meer zu einem zentralen Treffpunkt für Einwohner und Gäste werden.
Mit der Übernahme der Villa Baltic durch Kühlungsborn endet eine jahrelange Phase der Ungewissheit für das Gelände. Die Sanierung würde nicht nur ein funktionales Stadtzentrum schaffen, sondern auch das kulturelle Erbe des Gebäudes bewahren. Über die weitere Umsetzung entscheidet nun die Finanzierung sowie die Zustimmung des Stadtrats.






