06 February 2026, 12:19

Kubistisches Oktoberfest-Plakat 2025 polarisiert: Tradition trifft auf Moderne

Eine Menschenmenge, die eine Straße entlanggeht, die mit Zelten, Fahrzeugen und Bäumen gesäumt ist, mit einem Bogen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund und Polen mit Fahnen auf der linken Seite, die likely das Oktoberfest in München, Deutschland, darstellen.

Oktoberfest Plakat 2026: Wiesn Symbole in einem farbenfrohen Spektakel - Kubistisches Oktoberfest-Plakat 2025 polarisiert: Tradition trifft auf Moderne

Das diesjährige Plakat für das Münchner Oktoberfest wurde enthüllt – mit einem lebendigen, kubistisch-expressionistischen Design des Grafikers Florian Huber. Das Fest selbst findet vom 19. September bis zum 4. Oktober auf der Theresienwiese statt. Hubers Werk setzte sich gegen 128 weitere Entwürfe durch und verbindet auf mutige Weise Tradition mit moderner Ästhetik.

Der Wettbewerb startete mit 129 Einsendungen, von denen 88 in eine öffentliche Online-Abstimmung kamen. Die 30 besten Entwürfe – darunter auch Hubers Design – wurden der Jury anonymisiert präsentiert. Sein Plakat, das bereits den zweiten Platz in der Publikumswahl belegt hatte, überzeugte durch seine dynamische Energie und emotionale Wirkung.

Hubers Entwurf lässt sich von Lyonel Feiningers künstlerischem Ansatz inspirieren und vereint ikonische Oktoberfest-Motive in einem markanten kubistisch-expressionistischen Stil. Zu sehen sind ein Riesenrad, die Frauentürme, eine Tuba, ein Merkur Bier und eine Brezel. Die Jury lobte besonders die gelungene Verbindung von Tradition und zeitgenössischer Kunst.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Den zweiten Platz belegte der Münchner Designer Karl-Roland Hefter, den dritten Philipp Dauer, ebenfalls aus der Stadt. Huber erhielt 2.500 Euro Preisgeld sowie eine Lizenzgebühr von 5.000 Euro, Hefter 1.250 Euro und Dauer 500 Euro.

In den letzten zehn Jahren haben sich die Oktoberfest-Plakate von traditionellen, volksnahen Motiven hin zu moderneren, stilistisch experimentellen Entwürfen gewandelt. Frühere Plakate zeigten oft Lederhosen, Dirndl und Bierzelte in realistischem Stil, geprägt von Einflüssen des 19. Jahrhunderts. In jüngerer Zeit dominieren abstrakte Muster, digitale Effekte und Anklänge an Bewegungen wie Jugendstil oder Street Art. Die Reaktionen der Öffentlichkeit sind gespalten: Einige begrüßen die frische Kreativität, andere kritisieren die neueren Designs als "zu modern" oder "unbayrisch".

Das siegreiche Plakat wird nun das Oktoberfest 2025 repräsentieren, das vom 19. September bis zum 4. Oktober stattfindet. Hubers Design markiert einen weiteren Schritt in der Entwicklung der visuellen Identität des Festes – zwischen Erbe und zeitgenössischem Flair. Die Wettbewerbsentscheidung spiegelt sowohl künstlerische Innovation als auch die anhaltende Debatte über Tradition in der Münchner Kulturszene wider.