30 December 2025, 14:15

Kool Savas’ Tesla-Auftritt löst Gewerkschafts-Streit vor Betriebsratswahl aus

Ein Mann mit Mikrofon auf der Bühne mit Scheinwerfern im Hintergrund.

Kool Savas’ Tesla-Auftritt löst Gewerkschafts-Streit vor Betriebsratswahl aus

Deutscher Rapper Kool Savas gerät nach Auftritt bei Tesla-Weihnachtsfeier in die Kritik

Der deutsche Rapper Kool Savas steht in der Kritik, nachdem er im Dezember 2025 bei einer Weihnachtsfeier im Tesla-Werk Grünheide aufgetreten ist. Beobachter werfen dem Event vor, antigewerkschaftliche Botschaften verbreitet zu haben – einige sehen darin sogar einen gezielten Versuch, die Belegschaft vor den anstehenden Tesla-Aktien-Betriebsratswahlen zu beeinflussen. Die Hip-Hop-Szene reagierte empört und bezeichnete den Auftritt als „peinlichen Witz“ und „ultimativen Ausverkauf“.

Auslöser der Kontroverse war Savas’ Bühnenperformance bei der Tesla-Weihnachtsfeier. Während seines Auftritts animierte er das Publikum zum Ruf „Elon!“, während Werkleiter André Thierig die Gelegenheit nutzte, um die Gewerkschaft IG Metall zu kritisieren. Ein Tesla-Mitarbeiter gab überrascht zu, den Rapper dort nicht erwartet zu haben – stattdessen hatte er mit einem Auftritt von Konzernchef Elon Musk gerechnet.

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Savas verteidigte seinen Auftritt mit dem Argument, die Belegschaft überraschen zu wollen, und wies Vorwürfe zurück, an antigewerkschaftlicher Propaganda mitgewirkt zu haben. Er verwies auf die gewerkschaftliche Tradition seiner Familie und betonte seine Solidarität mit den Beschäftigten. Dennoch forderte die Aktivistengruppe Tesla – Dreh den Hahn zu, sein Honorar an Arbeiter zu spenden, die im Werk Repressionen ausgesetzt sind. Das Solidaritätsnetzwerk nahm Savas’ Stellungnahme zur Kenntnis, verlangte aber Taten statt Worte. Berichten zufolge hatte Tesla die Feier organisiert, doch wer konkret den Rapper gebucht hatte, blieb unklar. Die zeitliche Nähe zur Tesla-Aktien-Betriebsratswahl im März 2026 nährte Spekulationen, die Veranstaltung habe der Einschüchterung der Belegschaft gedient.

Die Folgen von Savas’ Auftritt halten die Stimmung im Tesla-Werk Grünheide weiter angespannt. Während der Rapper betont, es gut gemeint zu haben, werfen Kritiker ihm vor, sich für eine Veranstaltung instrumentalisieren zu lassen, die gewerkschaftliche Aktivitäten untergräbt. Die Diskussion dreht sich nun darum, ob sein Handeln langfristige Auswirkungen auf das Betriebsklima haben wird.