KI bringt Amy Winehouse und Elvis zurück – ProSieben wagt riskantes TV-Experiment
Clara HartmannKI bringt Amy Winehouse und Elvis zurück – ProSieben wagt riskantes TV-Experiment
Eine neue deutsche TV-Show holt verstorbene Musiklegenden digital auf die Bühne zurück."Staying Alive – Stars singen mit Legenden" bringt lebende Künstler mit KI-generierten Versionen von Ikonen wie Amy Winehouse, Elvis Presley und Freddie Mercury zusammen. Die erste Folge läuft am 25. April 2023 auf ProSieben – der Sender setzt auf das umstrittene Konzept, um seine schwächelnden Quoten zu retten.
Zum Auftakt tritt der deutsche Popstar Sasha mit einem digitalen Abbild von Amy Winehouse auf und performt den Song "I Feel Lonely". Die Produzenten von Endemol Shine engagierten Doubles, die Stimme und Bewegungen der verstorbenen Stars imitieren. Mithilfe von KI werden deren Gesichter dann so bearbeitet, dass sie den Originalkünstlern im Broadcast ähneln.
Die Technologie verfeinert zudem die Stimmen der Doubles, um sie noch authentischer klingen zu lassen. Neben Winehouse sind in der Serie auch Duette mit digitalen Versionen von Whitney Houston, Elvis Presley und Freddie Mercury zu sehen. Eine zweite Folge folgt eine Woche später, am 2. Mai.
Hinter der Show steht die ProSiebenSat.1-Gruppe, die unter finanziischem Druck steht. Der Titel "Staying Alive" spielt sowohl auf die Wiederbelebung der Musiklegenden an als auch auf den Überlebenskampf des Senders in einem hart umkämpften TV-Markt.
Mit der Mischung aus KI und Nostalgie will ProSieben Zuschauer gewinnen und die Quoten steigern. Sollte das Format erfolgreich sein, könnte es einen Präzedenzfall für den Einsatz digitaler Rekonstruktionen verstorbener Stars in der Unterhaltungsbranche schaffen. Die Premiere der ersten Folge ist am 25. April – und mit ihr steht auch ein Teil der Zukunft des Senders auf dem Spiel.






