06 January 2026, 08:27

Jüdischer Student verklagt FU Berlin wegen mangelnden Schutzes vor Antisemitismus

Ein belebter Universitätscampus mit umherlaufenden Studenten, einem zentralen Garten und zahlreichen Bäumen, die den Garten umgeben.

Prozess gegen Universität - Verhandlung wird fortgesetzt - Jüdischer Student verklagt FU Berlin wegen mangelnden Schutzes vor Antisemitismus

Ein jüdischer Student der Freien Universität Berlin (FU Berlin) reicht eine Klage gegen die Hochschule ein. Lahav Shapira wirft der Universität vor, nicht ausreichend gegen antisemitische Diskriminierung in seinem Fall vorgegangen zu sein. Die Klage folgt auf einen Übergriff auf dem Campus im Februar 2024.

Shapira war Anfang 2024 von einem Mitstudenten angegriffen und verletzt worden. Das Amtsgericht Tiergarten stufte die Tat später als antisemitisch motiviert ein. Der Angreifer wurde zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt.

Die FU Berlin weist die Vorwürfe der Untätigkeit zurück. Die Universität verweist auf ihre Antidiskriminierungsrichtlinien und eine spezielle Stelle, die sich mit solchen Fällen befasst. Dennoch argumentiert Shapira, seine Grundrechte seien aufgrund des Klimas an der Hochschule verletzt worden.

Das Verwaltungsgericht Berlin prüft den Fall nun. Die Verhandlung wird am 26. Februar fortgesetzt, wobei die Richter bewerten sollen, ob die FU Berlin ausreichende Schutzmaßnahmen für jüdische Studierende ergriffen hat.

Die Entscheidung des Gerichts wird zeigen, ob die Universität ihre Schutzvorkehrungen verstärken muss. Shapiras Fall unterstreicht die anhaltenden Sorgen über Antisemitismus an deutschen Hochschulen. Ein Urteil wird nach der anstehenden Verhandlung erwartet.

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