Jörg Meuthens politischer Abschied: Vom AfD-Star zum marginalisierten Mitglied
Clara HartmannMeuthen tritt nach Wahlschlappe zurück - Jörg Meuthens politischer Abschied: Vom AfD-Star zum marginalisierten Mitglied
Jörg Meuthen, einst eine prägende Figur der deutschen Politik, hat seinen Rückzug aus dem aktiven politischen Leben bekannt gegeben. Der ehemalige AfD-Co-Vorsitzende und spätere Mitglied der WerteUnion wird alle Parteifunktionen niederlegen – und setzt damit den Schlusspunkt unter eine Karriere, die sowohl Höhenflüge als auch einen deutlichen Niedergang erlebte.
Meuthen stieg erstmals zwischen 2015 und 2022 als Co-Vorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) zu politischer Bedeutung auf. Im Januar 2022 verließ er die Partei mit Verweis auf die zunehmende Radikalisierung. Nach einer Neupositionierung als gemäßigter Konservativer trat er im September 2024 der WerteUnion bei.
Doch sein politischer Einfluss war zu diesem Zeitpunkt bereits stark geschwunden. In seinem Wahlkreis Kehl erhielt er bei der Erststimmenauszählung lediglich 0,8 Prozent. Auch die WerteUnion selbst blieb ohne nennenswerten Erfolg und kam bei der Landtagswahl auf nur 0,2 Prozent.
Nun wird Meuthen bei der anstehenden Parteitagswahl nicht mehr für den Bundesvorstand kandidieren. Stattdessen bleibt er einfaches Mitglied. Sein Rückzug aus den Führungspositionen markiert einen weiteren Schritt zurück aus der öffentlichen politischen Debatte.
Meuthens Abschied von der politischen Bühne krönt Jahre des Wandels – von wechselnden Bündnissen und schrumpfender Unterstützung. War er einst ein prominenter AfD-Spitzenpolitiker, zieht er sich nun als marginalisierte Figur zurück. Seine künftige Rolle in der WerteUnion beschränkt sich auf die eines gewöhnlichen Mitglieds.






