IT-Gehälter steigen – doch der Fachkräftemangel bleibt akut
Deutschlands IT-Branche wächst weiter – Gehälter steigen, Fachkräftemangel bleibt
Die IT-Branche in Deutschland verzeichnet weiterhin ein stetiges Wachstum, wobei die Gehälter parallel zur Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften steigen. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt liegt aktuell bei 58.721 Euro, doch die Einkommen variieren stark – je nach Standort, Berufserfahrung und Spezialisierung. Trotz attraktiver Bezahlung bleiben viele Stellen unbesetzt, da Unternehmen Schwierigkeiten haben, geeignetes Personal zu gewinnen.
Zwischen 2022 und 2024 stieg die Zahl der IT-Beschäftigten in Deutschland um 12 Prozent auf knapp 1,1 Millionen. Dennoch blieben 2025 rund 109.000 Stellen unbesetzt – ein deutlicher Hinweis auf den anhaltenden Fachkräftemangel.
Berufseinsteiger beginnen in der Regel mit einem Bruttogehalt von 45.000 Euro pro Jahr. Quereinsteiger starten oft bei 35.000 Euro, doch wer über Expertise in gefragten Bereichen wie Cloud Computing oder KI verfügt, kann deutlich höhere Einstiegsgehälter aushandeln. Mit zunehmender Erfahrung klettern die Gehälter rasant: Spezialisten in diesen Feldern können bis zu 100.000 Euro jährlich verdienen.
Zu den bestbezahlten Positionen zählen Solution Architects (durchschnittlich 85.300 Euro) und Softwarearchitekten (82.800 Euro). Auch Key Account Manager (80.300 Euro) und Product Owner (73.200 Euro) gehören zu den Spitzenverdienern. Führungskräfte oder Experten in Nischentechnologien können sogar 150.000 Euro oder mehr erzielen.
Der Standort spielt eine entscheidende Rolle für die Gehaltshöhe. München, Frankfurt und Hamburg bieten die höchsten Löhne – bedingt durch die Ansiedlung großer Technologiekonzerne und internationaler Unternehmen. Trotz konkurrenzfähiger Gehälter geben jedoch nur etwa 65 Prozent der IT-Beschäftigten an, mit ihrer Bezahlung zufrieden zu sein.
Der deutsche IT-Arbeitsmarkt bleibt robust, wobei die Gehälter sowohl die starke Nachfrage als auch die Spezialisierung widerspiegeln. Während Einstiegs- und Quereinsteigergehälter moderat ausfallen, können erfahrene Fachkräfte in Schlüsseltechnologien sechsstellige Einkommen erreichen. Der anhaltende Fachkräftemangel deutet jedoch darauf hin, dass sowohl Lohnsteigerungen als auch Rekrutierungsschwierigkeiten weiterhin bestehen werden.






