Industriepark Potsdam Süd wächst um 58 Prozent in 20 Jahren
Industriepark Potsdam Süd wächst seit zwei Jahrzehnten stark an
Eine neue Studie zeigt: Seit 2004 ist die Zahl der Unternehmen im Industriepark um 58 Prozent gestiegen, die der Arbeitsplätze um 61 Prozent. Die Ergebnisse sollen nun als Grundlage für die künftige Entwicklung des Gebiets dienen.
Die von der Wirtschaftsförderung Potsdam in Auftrag gegebene Untersuchung analysierte die Entwicklung des Parks zwischen 2004 und 2024. Damals waren auf dem Gelände etwa 157 Betriebe mit 2.136 Beschäftigten ansässig. Heute sind es rund 273 Unternehmen mit etwa 3.500 Arbeitsplätzen.
Für die Studie werteten die Forscher Planungsunterlagen aus, führten Vor-Ort-Begehungen durch und sprachen mit lokalen Akteuren. Der 105 Hektar große Park beherbergt mittlerweile eine Mischung aus Handwerksbetrieben, Logistikunternehmen, Dienstleistern und Versorgern. Die vielfältigen Branchen stärken die Wirtschaft Potsdams und sichern städtische Wertschöpfungsketten.
Fast alle verfügbaren Flächen im Park sind inzwischen genutzt. Künftiges Wachstum wird vor allem von der Nachverdichtung bestehender Areale oder der Modernisierung älterer Bauten abhängen. Zudem untersuchte die Studie das Potenzial im benachbarten Nuthetal, wo Gewerbegebiete in den vergangenen 20 Jahren moderat gewachsen sind. Logistik und kleinteilige Produktion schafften dort rund 150.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche – begünstigt durch die Nähe zu Potsdam und Berlin.
Ein 2025 von der Landesregierung genehmigtes Vorhaben ebnete den Weg für ein 50 Hektar großes Erweiterungsprojekt. Die geplante Kooperation zwischen Potsdam Süd und Nuthetal soll auf nachhaltige Technologiebranchen ausgerichtet sein. Geplant sind unter anderem neue Infrastrukturmaßnahmen wie eine Zufahrtsstraße, um die Standorte besser zu vernetzen. Potsdam will die Entwicklung sorgfältig steuern, um Konflikte mit dem bestehenden Industriepark zu vermeiden.
Die Studienergebnisse wurden den städtischen Gremien präsentiert und werden in künftige Entscheidungen einfließen. Angesichts begrenzter Flächen rückt nun die Modernisierung und strategische Partnerschaften in den Fokus. Die Untersuchung unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung des Parks und legt gleichzeitig den Rahmen für eine nachhaltige Erweiterung.






