25 February 2026, 16:31

Ilyas Ansah und Vincent Kompany vereint gegen Rassismus im Fußball

Ein Vintage-Plakat, das ein Fußballspiel ankündigt, betitelt mit "Fußball von der U-Bahn - Humours of London No. 3", zeigt Zuschauer in einem Stadion.

Union's Ansah: Kompany's Anti-Rassismus-Statement War Wichtig - Ilyas Ansah und Vincent Kompany vereint gegen Rassismus im Fußball

Union Berlins Stürmer Ilyas Ansah positioniert sich gegen Rassismus im Fußball – mit Rückendeckung von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Der Angreifer von Union Berlin, Ilyas Ansah, hat sich nach öffentlicher Unterstützung durch Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany gegen Rassismus im Fußball ausgesprochen. Ansah lobte Kompanys klare Haltung als einen "notwendigen Schritt", um Diskriminierung im Sport entschlossen entgegenzutreten.

Gleichzeitig forderte der Spieler konsequentere Maßnahmen, um Täter zur Verantwortung zu ziehen. Rassismus dürfe weder ignoriert noch verharmlost werden, betonte er.

Ansah selbst war in seiner Karriere wiederholt rassistischen Beleidigungen ausgesetzt. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der offizielle Zahlen ein anhaltendes Problem im deutschen Fußball belegen: Zwischen Februar 2021 und Februar 2026 registrierten die DFL und die Bundesliga-Vereine über 100 bestätigte Rassismus-Vorfälle.

Besonders betroffen war die Saison 2021/22 mit 47 gemeldeten Fällen. In den Folgejahren ging die Zahl leicht zurück – 35 Vorfälle in der Spielzeit 2022/23, 28 in 2023/24 und 22 in der aktuellen Saison 2024/25 (Stand: Februar 2026). Die meisten Meldungen gingen über das DFL-Monitoringsystem und Verhaltensbeobachtungen in den Fanbereichen ein.

Ansah unterstrich, dass Kompanys Bereitschaft, sich öffentlich zu positionieren, besonderes Gewicht habe. Als prominenter Trainer lenke er die Aufmerksamkeit auf ein Thema, das "nicht einfach unter den Teppich gekehrt" werden dürfe. Der Stürmer ist überzeugt: Nur wenn Persönlichkeiten im Fußball Flagge zeigen, lasse sich ein echter Wandel bewirken.

Sein Appell spiegelt eine breitere Debatte über Rassismus im Fußball wider. Angesichts der weiterhin hohen Fallzahlen stehen Vereine und Verbände unter Druck, härtere Strafen durchzusetzen. Ansahs Worte machen deutlich: Es braucht nicht nur Bewusstsein, sondern konkrete Schritte im Kampf gegen Diskriminierung.

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