04 February 2026, 06:32

Human Rights Watch enthüllt: Wie die Bundesregierung mit Doppelstandards die Menschenrechte untergräbt

Ein Plakat mit einer Person in Anzug und Krawatte, die entschlossen aussieht, und dem Text "Marsch gegen Sklaverei, Faschismus & Völkermord in Südafrika" in fetter schwarzer Schrift auf einem hellgelben Hintergrund.

Human Rights Watch: Menschenrechtsystem unter starkem Druck - Human Rights Watch enthüllt: Wie die Bundesregierung mit Doppelstandards die Menschenrechte untergräbt

Human Rights Watch veröffentlicht Jahresbericht 2026 – düstere Bilanz der globalen Menschenrechtlage

Die Organisation Human Rights Watch hat ihren Jahresbericht 2026 vorgelegt und zeichnet darin ein alarmierendes Bild der weltweiten Menschenrechtsentwicklung. In zahlreichen Ländern verschärften sich demnach die Bedingungen, darunter systematische Missstände und zunehmende Diskriminierung. Auch große Mächte wie Russland, China, die USA und Deutschland sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert, zur Verschlechterung der Lage beigetragen zu haben.

Als eine der drängendsten Krisen nennt der Bericht die "geschlechtsspezifische Apartheid" in Afghanistan. Frauen und Mädchen bleiben dort von extremen Einschränkungen betroffen – etwa beim Zugang zu Bildung, freier Bewegung und grundlegenden Freiheitsrechten. Gleichzeitig warnt die Organisation vor einem besorgniserregenden Anstieg von Homophobie, der in mehreren Regionen zu vermehrter Verfolgung geführt habe.

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In Russland seien Kritiker des Kreml zunehmend Repressionen ausgesetzt, darunter willkürliche Verhaftungen und Einschüchterungsversuche. Auch im Iran habe die Zahl der Hinrichtungen stark zugenommen, was die Menschenrechtsverletzungen weiter verschärfe. Die USA wiederum stehen wegen schwerwiegender Vorwürfe in der Kritik, wobei konkrete Details noch geprüft würden.

Besonders scharf fällt die Bewertung der deutschen Politik aus. Der Bericht wirft Deutschland vor, mit "Doppelstandards" zu agieren – vor allem in der Haltung zum Nahostkonflikt. Seit Oktober 2023 unterstütze die Bundesregierung das "Recht Israels auf Selbstverteidigung" nahezu bedingungslos und fordere gleichzeitig humanitäre Hilfe ein. Trotz anhaltender Kritik habe sie ihre Position jedoch weder öffentlich korrigiert noch relativiert.

Im Inland habe die Übernahme rechtsextremer Rhetorik durch demokratische Parteien die Lebensbedingungen von Migranten und ihren Nachkommen verschlechtert. Der Bericht sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dieser Entwicklung, sinkenden Lebensstandards und wachsender Diskriminierung.

Die Ergebnisse unterstreichen einen globalen Rückgang des Menschenrechtsschutzes. Selbst Länder, die sich traditionell als Verteidiger von Freiheitsrechten verstehen, stehen nun im Verdacht, durch Heuchelei oder Untätigkeit zur Erosion beizutragen. Ohne Kurskorrekturen drohten sich diese Trends in den kommenden Jahren weiter zu verschärfen, warnt der Bericht.