16 April 2026, 08:09

Höhere Kammerbeiträge für hessische Apotheker – selbst Rentner müssen zahlen

Altes deutsches Bieretikett namens "Drei Kaiser Bier" mit drei Männern in traditioneller Kleidung, einer hält eine Bierflasche, mit Unterschriften unten und einem hellblauen Hintergrund.

Höhere Kammerbeiträge für hessische Apotheker – selbst Rentner müssen zahlen

Apotheker in Hessen müssen nun höhere Mitgliedsbeiträge zahlen – eine Gesetzesänderung hat die Pflichtabgaben ausgeweitet. Die Landesapothekerkammer Hessen (LAK) ist nun verpflichtet, auch nicht berufstätige Apotheker zu belasten, was den Verwaltungsaufwand deutlich erhöht. Gleichzeitig haben sich die Gebühren in anderen Bundesländern unterschiedlich entwickelt: Manche sind stark gestiegen, andere blieben stabil – allerdings mit angepassten Leistungen.

Die Änderung geht auf eine Novelle des Hessischen Heilberufsgesetzes zurück. Bisher zahlten nur aktive Apotheker Pflichtbeiträge, doch das überarbeitete Gesetz erfasst nun auch Rentner und nicht praktizierende Fachkräfte mit Wohnsitz im Land. Die LAK muss diese Personen nun identifizieren und ihr Beitragssystem anpassen. Um den Übergang zu erleichtern, hat die Kammer die Abgaben für das laufende Jahr halbiert – auch als Reaktion auf gerichtliche Urteile in Nordrhein-Westfalen, die eine Reduzierung der Rücklagen erfordern. Der niedrigste Quartalsbeitrag für freiwillige Mitglieder bleibt bei 40 Euro.

In anderen Regionen fallen die Anpassungen unterschiedlich aus: Berufstätige Apotheker in Berlin zahlen nun 294 Euro jährlich – ein Plus von 100 Euro im Vergleich zum Vorjahr. In Sachsen steigen die Beiträge für angestellte Mitglieder von 152 auf 228 Euro. Niedersachsen hingegen hält die Gebühren stabil, strich jedoch die "Pharmazeutische Zeitung" (PZ) aus dem Leistungspaket.

Die erweiterten Vorgaben in Hessen bedeuten mehr Bürokratie für die Kammer: Die Mitarbeiter müssen nun auch nicht mehr praktizierende Apotheker erfassen und kategorisieren, sofern diese im Land gemeldet sind.

Die neuen Regeln markieren einen Wandel in der Beitragsabrechnung für hessische Apotheker – für manche steigen die Kosten, andere profitieren vorerst von ermäßigten Sätzen. Während die Kammern in Berlin und Sachsen die Jahresbeiträge erhöht haben, bleiben die Mitglieder in Niedersachsen von Preisanpassungen verschont, müssen aber auf bestimmte Leistungen verzichten. Für die LAK bedeutet die größere Mitgliederbasis vor allem eines: mehr Arbeit.

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