18 April 2026, 00:16

Hitze im Bundestag: Merz' Migrations-Äußerungen entfachen Streit über Gewalt gegen Frauen

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaustriebsel ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir es der Industrie gestatten, das Land zu fesseln" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen

Hitze im Bundestag: Merz' Migrations-Äußerungen entfachen Streit über Gewalt gegen Frauen

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz das Thema mit Migration in Verbindung gebracht hatte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch kritisierte Merz scharf für seine Fokussierung auf Migranten und bezeichnete dessen Äußerungen als ungerecht und unangemessen. Der Wortwechsel ereignete sich während einer Sitzung, die sich mit der zunehmenden Zahl von Angriffen – sowohl physischer als auch digitaler Art – befasste.

Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnete die Debatte mit einer Verurteilung der jüngsten Welle von Gewalt gegen Frauen. Dabei behauptete er, ein erheblicher Teil dieser Straftaten gehe auf das Konto von Migranten. Seine Aussagen lösten umgehend Widerspruch bei Abgeordneten der Opposition aus.

Matthias Miersch, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, konterte scharf. Gewalt gegen Frauen sei kein Problem, das sich auf Nationalität oder Religion reduzieren lasse, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, argumentierte er. Miersch forderte, das Thema umfassend zu betrachten, statt eine einzelne Gruppe als Sündenbock zu stigmatisieren.

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Er ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete Merz' Herangehensweise als unangemessen. Durch die pauschale Schuldzuweisung an Migranten werde der Blick auf ein komplexes Problem unzulässig verengt, das alle Bevölkerungsgruppen betreffe, so Miersch.

Die Debatte offenbarten tiefe Gräben darüber, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Während Merz die Migration als zentralen Faktor betonte, plädierte Miersch für eine breitere Analyse der Ursachen. Der Schlagabtausch unterstrich die anhaltenden Spannungen im Bundestag in Fragen der Kriminalitätsbekämpfung und Sozialpolitik.

Quelle