28 March 2026, 12:11

Hessens neues Corporate Design sorgt für Streit über Steuergeld-Verschwendung

Plakat mit Text und Logo, das Amerikaner sparen jährlich 5,5 Milliarden Dollar durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung zur Reduzierung von Überziehungs- und Scheckgebühren.

Hessens neues Corporate Design sorgt für Streit über Steuergeld-Verschwendung

Der Hessische Steuerzahlerbund stellt die Entscheidung der Landesregierung infrage, ein neues Corporate Design einzuführen. Die im März 2026 vorgestellte, überarbeitete Markenidentität ersetzt eine 22 Jahre alte Version – doch Kritiker halten den Zeitpunkt angesichts anhaltender Haushaltsbelastungen für ungünstig. Vereinsvorsitzender Joachim Papendick zweifelt daran, ob das Projekt den Steuerzahlern einen echten Mehrwert bietet.

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Die modernisierte Gestaltung wurde von Ministerpräsident Boris Rhein im Frankfurter Museum Angewandte Kunst präsentiert. Sie soll den Spagat zwischen Tradition und Fortschritt verkörpern, wobei das überarbeitete Landeswappen künftig auf Artikeln wie Kaffeepackungen, Tassen und Notizblöcken zu sehen sein wird. Die Verantwortlichen betonen, dass das Update besser auf die Anforderungen der digitalen Kommunikation zugeschnitten sei.

Papendick argumentiert, viele Bürger könnten in der aktuellen Krise den Nutzen solcher Ausgaben nicht nachvollziehen. Er unterstrich, dass öffentliche Mittel stattdessen in Bereiche wie Bildung, Infrastruktur oder Sicherheit fließen sollten – dort sei der Nutzen unmittelbarer spürbar. Der Bund schließt nicht aus, die Neugestaltung in seinem jährlichen "Schwarzbuch der Steuergeldverschwendung" aufzugreifen, falls die Kosten als überzogen bewertet werden.

Obwohl die Organisation die Notwendigkeit einer zeitgemäßen visuellen Identität anerkennt, besteht sie darauf, dass die Ausgaben mit den Prioritäten der Bevölkerung im Einklang stehen müssen. Die Prüfung wird zeigen, ob der Nutzen des Designs die entstandenen Kosten rechtfertigt.

Die Bewertung des Steuerzahlerbunds könnte entscheiden, ob das Rebranding weitere Kritik auf sich zieht. Wird es als verschwendungsintensiv eingestuft, könnte das Projekt in seinem jährlichen Bericht über öffentliche Ausgaben thematisiert werden. Ausschlaggebend wird sein, ob die Kosten im Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen stehen.

Quelle