12 February 2026, 12:19

Hessens Familiengerichte verzeichnen 21,5 Prozent weniger Fälle als 2015

Ein altes Buch mit dem Titel "Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791" und einem Stempel, der die erste Auflage anzeigt, mit handgeschriebenem Text auf den Seiten.

Familiengerichte in Hessen bearbeiten mehr Fälle - Hessens Familiengerichte verzeichnen 21,5 Prozent weniger Fälle als 2015

Hessens Familiengerichte bearbeiteten 2025 weniger Fälle als vor einem Jahrzehnt. Die Gesamtzahl der Verfahren sank im Vergleich zu 2015 um 21,5 Prozent und lag bei 40.270 Streitfällen. Trotz dieses langfristigen Rückgangs verzeichnete das vergangene Jahr einen leichten Anstieg – 1,6 Prozent mehr Fälle als 2024. Von den 40.270 im Jahr 2025 abgeschlossenen Verfahren wurden die meisten durch richterliche Entscheidungen gelöst. Urteile machten 60 Prozent der Regelungen aus. Weitere 10 Prozent wurden durch Mediation beigelegt, wodurch langwierige Prozesse vermieden wurden. 5,3 Prozent der Fälle endeten mit dem Rückzug der Antragstellenden. Ein kleinerer Teil der Verfahren wurde auf andere Weise erledigt, wobei hierzu keine genauen Zahlen vorliegen. Obwohl die Gesamtzahl der Fälle seit 2015 zurückgegangen ist, gibt es keine aktuellen Daten, die die Gründe für diese Entwicklung erklären. Berichte verweisen auf gesetzliche Änderungen im Bereich Gewaltschutz und Kindeswohl, doch spezifische Trends für Hessen bleiben unklar. Der Rückgang der Familiengerichtsverfahren über zehn Jahre deutet auf veränderte rechtliche Bedürfnisse in Hessen hin. Der leichte Anstieg gegenüber 2024 zeigt jedoch, dass die Nachfrage Schwankungen unterliegt. Die meisten Konflikte werden weiterhin durch gerichtliche Entscheidungen gelöst, während Mediation und Rücknahmen eine kleinere, aber bemerkenswerte Rolle spielen.

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