Hessen will historische Autokennzeichen in Deutschland ohne Hürden zurückbringen
Theo MayerHessen will historische Autokennzeichen in Deutschland ohne Hürden zurückbringen
Hessen treibt eine Reform der deutschen Kfz-Kennzeichen-Verwaltung voran: Das Bundesland will die bestehenden Hürden für die Wiedereinführung historischer Regionalkennzeichen in Deutschland abschaffen. Sollte der Vorstoß Erfolg haben, könnten mehr Landkreise und Städte ihre alten Unterscheidungszeichen für Autos und Motorräder zurückbringen.
Seit 2012 dürfen deutsche Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland ausgemusterte Kfz-Kennzeichen wiederbeleben. Diese Codes besitzen oft lokale Bedeutung und stärken die regionale Identität. Bisher ist dafür jedoch die Einrichtung eines eigenständigen Zulassungsbezirks notwendig, bevor ein neues – oder altes – Kennzeichen vergeben werden kann.
Hessens aktueller Vorschlag geht noch einen Schritt weiter: Das Land fordert die vollständige Abschaffung dieser Auflagen. Begündet wird dies damit, dass die Lockerung der Regeln es Gebieten erleichtern würde, historische Kennzeichen zurückzuerlangen, die durch Verwaltungsreformen wie Gemeindezusammenlegungen verloren gingen. Zwar gab es bereits Einzelfälle – etwa die jüngste Wiedereinführung der alten Jüterboger Kennzeichen 2024 –, doch eine offizielle Statistik, wie viele stillgelegte Codes im Rahmen des neuen Plans wiederkehrten könnten, existiert nicht.
Die Vorlage wurde bereits von der hessischen Landesregierung beschlossen und wird nun den deutschen Bundesbehörden zur Prüfung vorgelegt. Ein konkreter Zeitplan für eine Entscheidung steht jedoch noch aus, sodass die Zukunft des Antrags vorerst offen bleibt.
Die geplante Reform würde den Regionen mehr Spielraum geben, traditionelle Kfz-Kennzeichen wiederzubeleben. Da es keine gesetzliche Frist für die Antwort der Bundesregierung gibt, bleiben die nächsten Schritte ungewiss. Bei einer Genehmigung könnte die Änderung jedoch zu einer Welle historischer Kennzeichen auf deutschen Straßen führen.






