04 April 2026, 08:09

Hessen fordert härteren Kurs: Mehr Abschiebungen nach Syrien als Druckmittel

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien, auf der Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt angezeigt werden, begleitet von Text und Grafiken.

Hessen fordert härteren Kurs: Mehr Abschiebungen nach Syrien als Druckmittel

Hessens Innenminister Roman Poseck fordert einen konsequenten Kurs bei Abschiebungen von Deutschland nach Syrien. Seiner Ansicht nach sind strengere Maßnahmen notwendig, um mehr freiwillige Rückkehrer zu motivieren. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der Abschiebungen im vergangenen Jahr.

2025 wurden offiziell 1.705 Menschen aus Deutschland nach Syrien abgeschoben – ein erheblicher Zuwachs im Vergleich zu den Vorjahren. Die genauen Zahlen für 2024 bleiben jedoch unklar. Die Zahl der freiwilligen Rückkehre unter dem Assad-Regime blieb mit nur 15 Fällen dagegen gering.

Poseck, Mitglied der CDU, plädiert dafür, Syrien in der Migrationspolitik mit derselben Dringlichkeit zu behandeln wie Afghanistan. Freiwillige Ausreisen hätten zwar Vorrang, doch sehe er Abschiebungen als notwendiges Mittel, um die Einhaltung der Regeln durchzusetzen.

Sicherheitsbehörden prüfen nun alternative Methoden für groß angelegte Rückführungen. Sollte die Zahl der Abschiebungen weiter steigen, könnten Schiffe Flugzeuge als Haupttransportmittel ersetzen. Die Begründung liegt auf der Hand: Schiffe können deutlich mehr Menschen befördern, und die syrische Mittelmeerküste bietet eine praktikable Route für die Überstellungen.

Die Debatte über Abschiebungen nach Syrien wird zunehmend hitziger. Posecks Haltung spiegelt die wachsenden Bedenken wider, wie Migrationsströme wirksam gesteuert werden können. Angesichts der nach wie vor minimalen freiwilligen Rückkehre könnten die Behörden künftig vermehrt auf Zwangsabschiebungen – und möglicherweise neue logistische Lösungen – setzen, um die Politik durchzusetzen.

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