Hessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für Vertriebenenverband
Luisa HartmannHessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für Vertriebenenverband
Die Landesregierung von Hessen hat der Landesvereinigung der Bundesvereinigung Vertriebener in Hessen (BdV) 150.000 Euro bewilligt. Die Förderung wurde offiziell von Innenminister Roman Poseck im Haus der Heimat in Wiesbaden überreicht. Mit den Mitteln soll die Arbeit des Verbandes bei der Bewahrung der Geschichte und der Förderung einer Erinnerungskultur unterstützt werden.
Der BdV vertritt in Hessen Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler. Zu seinen Aufgaben gehören die Organisation von Begegnungen, die Pflege kultureller Traditionen sowie die Schaffung von Räumen für den Dialog. Der Verband setzt sich zudem dafür ein, die Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und dem Neuanfang im Gedächtnis zu bewahren.
Die Förderung dient als finanzielle Stütze für die gemeinsame Landesgeschäftsstelle und hilft, größere Strukturen zu verwalten sowie kleinere regionale Gruppen zu unterstützen. Wie es aus Regierungskreisen heißt, gehe es bei der Zuwendung nicht nur um Geld – sie stehe vielmehr für Verantwortung, Erinnerung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Landesregierung betonte, dass echte Erinnerungskultur mehr als Worte brauche: Sie erfordere konkrete Unterstützung.
Ein Teil der Mittel soll die Fortführung bestehender Projekte sichern und gleichzeitig neue Initiativen ermöglichen. Die Arbeit des BdV, der sich für die Bewahrung von Identität, Geschichte und Erinnerungskultur einsetzt, bleibt dabei zentral. Aus aktuellen Unterlagen gehen jedoch keine genauen Mitgliederzahlen oder größere Veranstaltungen des Verbandes für den Zeitraum zwischen 2024 und 2026 hervor.
Die Bewilligung von 150.000 Euro sendet ein deutliches Signal für die Bedeutung historischer Erinnerung in Hessen. Die Gelder stärken Einrichtungen, unterstützen laufende Arbeit und eröffnen Perspektiven für künftige Vorhaben. Das Engagement des Landes unterstreicht die anhaltende Notwendigkeit, die Schicksale der Vertriebenen und ihren Beitrag zur Gesellschaft zu bewahren.






