Hertha-Trainer Leitl attackiert Berlins Bürgermeister nach DFB-Pokal-Pleite
Clara HartmannOlympia statt DFB-Pokal: Hertha-Trainer kritisiert Wegner - Hertha-Trainer Leitl attackiert Berlins Bürgermeister nach DFB-Pokal-Pleite
Hertha BSC-Trainer Stefan Leitl kritisiert Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner scharf, weil dieser das DFB-Pokal-Spiel seiner Mannschaft versäumte. Statt das Team zu unterstützen, reiste Wegner zu den Olympischen Winterspielen nach Italien. Die Abwesenheit sorgte für Frust, da Hertha BSC auf einen seltenen Einzug ins DFB-Pokal-Finale hoffte.
Wegner hatte zuvor von seinem Kindheitstraum gesprochen, Hertha BSC einmal in einem DFB-Pokal-Finale zu erleben. Leitl konterte bissig: "Dann sollte er nicht in Italien Sport schauen, sondern hier in Berlin im Stadion sein." Später fügte der Trainer hinzu: "Seine Unterstützung wäre heute wichtig gewesen. Dafür muss ich ihn auch kritisieren. Vielleicht kommt er ja am Samstag zum Spiel gegen Hannover 96."
Hertha BSC stand noch nie in einem DFB-Pokal-Finale. Am nächsten kam der Verein in der Saison 2015/16, als man im Halbfinale gegen Borussia Dortmund im Berliner Olympiastadion ausschied.
Wegners Reise zu den Winterspielen stand im Zusammenhang mit Berlins Bewerbung um die Austragung der Olympischen Sommerspiele. Der Deutsche Olympische Sportbund wird am 26. September über den Antrag der Hauptstadt entscheiden. Wegner nutzte den Besuch, um Berlins Bereitschaft für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele zu unterstreichen.
Der Streit zeigt die Spannungen zwischen lokalen Fußballambitionen und politischen Prioritäten. Ob Wegner nach Leitls öffentlicher Kritik zum Spiel gegen Hannover 96 erscheint, wird sich zeigen. Zudem steht in den kommenden Monaten die Entscheidung über Berlins Olympia-Bewerbung an.






