Henkel drohen weitere Preiserhöhungen wegen steigender Kosten und Lieferkettenprobleme
Theo MayerHenkel drohen weitere Preiserhöhungen wegen steigender Kosten und Lieferkettenprobleme
Henkel hat gewarnt, dass steigende Kosten weitere Preisanpassungen bei seinen Marken erzwingen könnten. Das Unternehmen, bekannt für Produkte wie Persil und Schwarzkopf, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 20,5 Milliarden Euro. Doch Lieferkettenprobleme und höhere Ausgaben gefährden nun seine finanzielle Stabilität.
Die Krise begann mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022. Die globale Nachfrage nach Henkels Klebstoffen, Waschmitteln und Kosmetikprodukten sank zunächst aufgrund des Chaos in den Lieferketten. Als sich die Logistik wieder stabilisierte, erholten sich die Verkäufe – allerdings mit ungleichmäßigen Ergebnissen in den verschiedenen Unternehmensbereichen.
Steigende Ölpreise haben seitdem die Kosten für Materialien, Transport und Produktion in die Höhe getrieben. Zulieferer und Logistikunternehmen geben diese Mehrkosten nun an Henkel weiter. Das Unternehmen, das weltweit 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, setzt auf starke Markentreue, um die Preiserhöhungen abzufedern.
Henkels Vorstandsvorsitzender betonte, dass ein Aufschub der Preisanpassungen die finanzielle Belastung weiter verschärfen würde. Das Unternehmen hofft, dass sich der Konflikt noch vor Jahresende entschärft und der langfristige Druck nachlässt. Bis dahin wirbt es mit den Produktvorteilen, um die höheren Preise gegenüber den Kunden zu rechtfertigen.
Trotz steigender Kosten genießen Henkels Kernmarken nach wie vor das Vertrauen der Verbraucher. Das Unternehmen beobachtet weiterhin die Inflation und die Risiken in den Lieferketten bis 2025. Sollte sich die Krise verlängern, könnten weitere Änderungen bei Preisen und Geschäftsabläufen notwendig werden.






