21 April 2026, 08:09

Heino verklagt AfD wegen angeblicher Wahlkampf-Unterstützung in Brandenburg

Konzertplakatwerbung in München, Deutschland, mit Text, der das Ereignis und seine Bedeutung beschreibt.

Heino verklagt AfD wegen angeblicher Wahlkampf-Unterstützung in Brandenburg

Rechtsstreit in Brandenburg: Schlager-Legende Heino geht gegen AfD-Wahlkampf vor

In Brandenburg ist ein juristischer Streit entbrannt, nachdem Schlager-Ikone Heino rechtliche Schritte gegen eine Wahlkampfaktion der AfD eingeleitet hat. Im Mittelpunkt steht ein Instagram-Beitrag, in dem behauptet wurde, der Sänger unterstütze den AfD-Kandidaten Felix Teichner bei der Kreistagswahl in der Uckermark. Heinos Team hat nun einen Eilantrag gestellt, um die Nutzung seines Namens zu unterbinden.

Der Fall ereignet sich nur wenige Tage, nachdem der 35-jährige AfD-Politiker Teichner die Wahl gegen die amtierende CDU-Kandidatin Karina Dörk verloren hat.

Die Kontroverse begann, als Teichner vor der Abstimmung auf Instagram poste: "Am Sonntag würde Heino für Felix stimmen." Heinos Manager Helmut Werner verurteilte die Aussage als "dreiste Unverschämtheit" und leitete umgehend rechtliche Schritte ein. Am Samstag reichte ein Anwalt im Auftrag Werners beim Landgericht Neuruppin einen Antrag auf einstweilige Verfügung ein.

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Teichner reagierte gelassen auf die Kritik und bemerkte, "manche Menschen sollten wirklich ein Gefühl für Proportionen entwickeln". Das Gericht hat noch keinen Zeitplan für eine Entscheidung festgelegt, signalisierte jedoch, dass ein Urteil zeitnah ergehen werde. Die Richter prüfen nun die Stellungnahme der AfD, bevor sie entscheiden, ob eine mündliche Verhandlung stattfindet oder ob direkt ein Beschluss ergeht.

Das Ergebnis bleibt ungewiss – eine vollständige Hauptverhandlung ist nicht garantiert. Unterdessen endete die Wahl selbst mit Teichners Niederlage, sodass der Rechtsstreit als einziges Erbe des Wahlkampfs übrig bleibt.

Das Landgericht Neuruppin muss nun klären, ob die AfD mit der Nutzung von Heinos Namen gegen geltende Regeln verstoßen hat. Eine schnelle Entscheidung wird erwartet, doch das Verfahren könnte auch ohne formelle Anhörung abgeschlossen werden. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Spannungen um Wahlkampfmethoden im Vorfeld lokaler Wahlen.

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