Hammer Raumstylisten gibt auf: 46 Filialen schließen für immer
Hammer Raumstylisten GmbH scheitert an Investorensuche – 46 von 87 Filialen schließen für immer
Die Hammer Raumstylisten GmbH hat es nicht geschafft, einen Investor zu finden, der das spezialisierte Einzelhandelsgeschäft des Unternehmens weiterführt. In der Folge werden 46 der 87 Standorte dauerhaft geschlossen. Ab dem 1. April 2026 stehen dem Unternehmen formelle Insolvenzverfahren bevor.
Die Suche nach Käufern blieb erfolglos: Für fast die Hälfte der Hammer-Filialen fand sich kein Interessent. Zwar zeigen noch vier Parteien Interesse, doch ihre Pläne sehen eine Neupositionierung der Standorte unter anderen Marken vor – nicht die Fortführung des bisherigen Einzelhandelskonzepts. Verhandlungen mit zwei weiteren potenziellen Käufern kamen zum Erliegen, sodass die Zukunft des Unternehmens ungewiss bleibt.
Um dringend benötigte Liquidität zu generieren, starten die verbleibenden 41 Filialen am 1. April mit Räumungsverkäufen. Diese sollen die Zahlungsfähigkeit sichern, sobald die Insolvenzgeld-Leistungen auslaufen. Trotz der Abwicklung wird die Suche nach Übernahmelösungen (M&A-Prozess) unvermindert fortgesetzt.
Rund 1.100 Mitarbeiter erhalten bis Ende März 2026 Insolvenzgeld, um ausstehende Lohnforderungen abzusichern. Ursprünglich hatte das Unternehmen gehofft, möglichst viele Standorte unter der Marke Hammer weiterführen zu können – doch die Aussichten darauf sind derzeit gering. Eine Rabattaktion in Vechta deutete bereits auf mögliche Schließungen hin und unterstreicht die angespannte finanzielle Lage.
Die Schließung von 46 Filialen bedeutet einen deutlichen Rückzug Hammers aus dem deutschen Einzelhandel. Mit dem anstehenden Insolvenzverfahren konzentriert sich das Unternehmen nun auf die Abwicklung, behält aber weiterhin potenzielle Käuferoptionen im Blick. Die Belegschaft ist bis auf Weiteres auf Insolvenzgeld angewiesen, während das Geschäft schrittweise abgewickelt wird.






