18 February 2026, 18:38

Hamburger SV-Manager fordert radikale Reform der Frauen-Bundesliga-Spieltage

Ein Fußballspiel wird in einem Stadion gespielt, während Menschen auf dem Rasen stehen und einige im Hintergrund sitzen, während eine Person eine Kamera hält, was auf eine Live-Übertragung hinweist.

HSV-Vorstand schlägt TV-Konferenz in der Frauen-Bundesliga vor - Hamburger SV-Manager fordert radikale Reform der Frauen-Bundesliga-Spieltage

Eric Huwer, Manager beim Hamburger SV, hat die aktuelle Spielplanung der Frauen-Bundesliga tabelle scharf kritisiert. Seiner Meinung nach ziehen Montagabendspiele kaum Fans an und bieten auch für das Fernsehpublikum kaum Mehrwert. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Liga ihre Medienpräsenz und Zuschauerzahlen weiter ausbaut.

Huwers Frust richtet sich vor allem gegen die zersplitterte Struktur der Spieltage. Er ist überzeugt, dass das aktuelle System – einschließlich der Montagsspiele um 18:30 Uhr – die Fanbindung nicht stärkt. Aus Sicht der TV-Übertragungen bringe diese Terminierung keinen echten Nutzen und solle abgeschafft werden.

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Die Frauen-Bundesliga hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht: Die durchschnittliche Zuschauerzahl pro Spiel hat sich seit 2023 von etwa 4.000 auf über 8.000 verdoppelt. Auch die Streaming-Zahlen auf Plattformen wie DAZN und ARD sind stark gestiegen. Dennoch hinkt die Liga der Männer-Bundesliga hinterher, wo im Schnitt über 40.000 Fans in die Stadien kommen und die Fernseheinnahmen deutlich höher ausfallen.

Als Lösung schlägt Huwer ein Live-TV-Konferenzformat vor – ähnlich wie in der Männerliga. Sein Modell sieht vor, sechs Partien gleichzeitig sonntags um 15:30 Uhr auszutragen, während ein siebtes Top-Spiel zu einer anderen Zeit stattfinden soll. Die Männer-Bundesliga nutzt seit Langem ein solches Samstagskonferenzsystem, das früher von Sky übertragen wurde und das Huwer als Erfolgsmodell betrachtet.

Die Frauen-Bundesliga hat zwar bei Zuschauerzahlen und Medienpräsenz zugelegt, doch bleiben Herausforderungen. Huwers Vorschlag zielt darauf ab, die Spielplanung zu straffen und die Zuschauerreichweite zu erhöhen. Wird die Reform umgesetzt, könnte sie die Liga näher an das Format der Männer – und damit an deren Reichweite – heranführen.