Halle schafft Nordsee-Flair in der Innenstadt mit einzigartigem Solebrunnen-Projekt
Clara HartmannHalle schafft Nordsee-Flair in der Innenstadt mit einzigartigem Solebrunnen-Projekt
Halle in Sachsen-Anhalt will seine Innenstadt mit einem einzigartigen Projekt namens "Halle atmet neues Leben" grundlegend umgestalten. Das Vorhaben zielt darauf ab, ein Mikroklima zu schaffen, das an die Nordsee erinnert, und den Einwohnern wie Besuchern ein erfrischendes neues Erlebnis zu bieten. Ein zentrales Element wird ein Solebrunnen sein, der salzhaltige Luft verströmt – und damit gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Aufwertung des Marktplatzes und der Ausbau des bestehenden Brunnens. Ein neuer "Sole-Erlebnisbrunnen" soll die bisherigen bodengleichen Fontänen in der Nähe der Marktkirche ersetzen. Statt Wasser wird er einen feinen Sprühnebel aus 12-prozentiger Sole in die Luft abgeben, die direkt von der Holzplatz-Stätte über eine eigens verlegte Pipeline geliefert wird.
Die Initiative ist Teil einer 126-Millionen-Euro-Investition aus dem Bundes-Sondervermögen. Zwar gibt es noch keinen genauen Zeitplan, doch hofft die Stadt, dass die Neugestaltung das Gebiet zu einer wichtigen Attraktion macht. Bisher hat keine andere deutsche Stadt vergleichbare Projekte auf Solebasis umgesetzt.
Die Idee orientiert sich an den gesundheitlichen Vorzügen von Meeresluft, die oft mit positiven Effekten auf die Atmung und die Haut in Verbindung gebracht wird. Durch die Nachbildung dieses Umfelds will Halle den Tourismus und die lokale Identifikation stärken. Anders als bei Berlins "Neue Mitte Tempelhof" – wo die Bauphasen von 2026 bis 2032 reichen – befindet sich das Hallesche Projekt jedoch noch in einer frühen Planungsphase.
Mit "Halle atmet neues Leben" soll eine küstenähnliche Atmosphäre ins Herz der Stadt einziehen. Dank gesicherter Bundesförderung könnten der Solebrunnen und die Marktplatz-Modernisierung das Image des Viertels nachhaltig prägen. Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, haben die Verantwortlichen allerdings noch nicht detailliert bekannt gegeben.






