14 March 2026, 06:22

Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See

Ein Schwarz-Weiß-Entwurf eines Grundrisses eines Hauses mit mehreren Räumen, der mit Details zur Raumanzahl und -größe beschriftet ist und als die Villa in Dresden, Deutschland, vermutet wird.

Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See

Günther Jauch, der bekannte Fernsehmoderator, hat das ehemalige Domizil von Vicco von Bülow – besser bekannt als Loriot – am Starnberger See erworben. Das Anwesen besitzt besondere Bedeutung, da Loriot, einer der beliebtesten Komiker Deutschlands, dort jahrelang lebte. Jauchs Bewunderung für Loriots Humor könnte seine Entscheidung für den Kauf des Anwesens beeinflusst haben.

Loriot, berühmt für seinen scharfen Witz und seine satirischen Sketche, drehte zwei Kinofilme: "Ödipussi" (1988) und "Pappa ante Portas" (1991). In beiden spielte Evelyn Hamann mit, seine langjährige Weggefährtin. Während einige Szenen von "Ödipussi" im Imperiale Palace Hotel in Santa Margherita Ligure entstanden, fand der Großteil der Dreharbeiten in Italien statt. Zu den wichtigsten Schauplätzen zählten die Burg Castello di Vezio am Comer See und das mittelalterliche Städtchen Cividale del Friuli in der Region Friaul-Julisch Venetien. Auch die Patriarchalbasilika Santa Maria Assunta war im Film zu sehen.

Für "Pappa ante Portas" diente das Axel-Springer-Hochhaus in Berlin-Kreuzberg als Drehort. Trotz seiner engen Verbindung zum Starnberger See nutzte Loriot sein Haus dort nur selten als Kulisse für seine Werke. Sein komödiantisches Talent prägte jedoch Generationen – etwa in Sketchen wie "Wohnungsverwüstung" (1976), in denen er aus kleinen Missgeschicken absurde Chaosmomente schuf.

Neben Film und Fernsehen veröffentlichte Loriot in den 1950er-Jahren humorvolle Bücher, darunter "Der unentbehrliche Ratgeber für den Umgang in feiner Gesellschaft" und "Glücklich gefangen: Zwei Kenner verraten 20 erprobte Liebestricks". Als leidenschaftlicher Hundeliebhaber hielt er zeitlebens mehrere Möpse, die oft in seinen Werken auftraten. Seine Vorliebe für diese Rasse wurde unter Fans legendär.

Jauch seinerseits hat Erfahrung mit der Bewahrung kultureller Stätten: Er unterstützte bereits die Restaurierung des Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam, einem Ort von nationaler Bedeutung. Mit dem Kauf von Loriots Haus erweitert er sein Portfolio um ein weiteres historisches Anwesen.

Der Verkauf von Loriots Haus am Starnberger See an Günther Jauch verbindet zwei prägende Persönlichkeiten der deutschen Kultur. Zwar diente das Anwesen selten als Filmkulisse, doch bleibt es eng mit Loriots Vermächtnis verknüpft. Jauchs Pläne für das Anwesen sind noch nicht bekannt, doch seine bisherige Vorgehensweise deutet darauf hin, dass er dessen historischen Wert erhalten möchte.

Quelle