29 April 2026, 08:28

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, der besagt "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen noch weiter."

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Co-Vorsitzender des Wirtschaftsflügels der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Sein Plan sieht eine Mindestbesteuerung von Vermögen über 100 Millionen Euro vor, die bei etwa 2 Prozent pro Jahr liegen soll. Mit dem Vorstoß will er Unternehmer und ehemalige Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) ansprechen, die umweltbewusste Politiken unterstützen.

Haeusgen, der auch Mitinhaber eines mittelständischen Unternehmens ist, schlug vor, die Vermögenssteuer mit inländischen Kapitalertrags- und Einkommensteuern verrechnen zu können. Diese Lösung, so seine Argumentation, würde die Steuercompliance fördern und gleichzeitig Kürzungen bei anderen Leistungen ausgleichen. Sein Konzept garantiert, dass der Vermögensstamm unangetastet bleibt.

Von 2020 bis 2024 führte er den konservativen Verband der Maschinenbauindustrie (VDMA). Seit Mitte 2025 leitet er gemeinsam mit Marie-Luise Wolff den Wirtschaftsverband der Grünen. Die Gruppe wirbt um enttäuschte FDP-Wähler und unabhängige Unternehmer mit einem "grünen Gewissen".

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Kritik übte Haeusgen auch an der Regierungspolitik zu den steigenden Spritpreisen. Die jüngste Senkung der Mineralölsteuer bezeichnete er als wirkungslos und sprach von "planloser Hilfe", die die eigentlichen Probleme nicht löse.

Die geplante Steuer würde nur die größten Vermögen treffen, beginnend bei einem Vermögenswert von 100 Millionen Euro. Haeusgens Vorschlag zielt darauf ab, Umverteilung zu betreiben, ohne Investitionen oder Wirtschaftswachstum zu behindern. Der Wirtschaftsflügel der Grünen setzt sich weiterhin für eine Politik ein, die wirtschaftliche Pragmatik mit ökologischer Verantwortung verbindet.

Quelle