Gorleben bleibt weitere 20 Jahre Atomlager – trotz Sicherheitsbedenken und Endlager-Suche
Jonas HofmannGorleben bleibt weitere 20 Jahre Atomlager – trotz Sicherheitsbedenken und Endlager-Suche
Atomanlagen-Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Das deutsche Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben wird weitere 20 Jahre genutzt. Die aktuelle Genehmigung sollte ursprünglich 2034 auslaufen – nach vier Jahrzehnten Betrieb. Umweltverbände haben gegen die Entscheidung bereits Bedenken geäußert.
Die Verlängerung ist eine Reaktion auf die anhaltenden Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Müll. In Gorleben lagern derzeit 113 CASTOR-Behälter mit solchem Material. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung wird das Genehmigungsverfahren für den verlängerten Betrieb steuern.
Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitsaspekten. Sie ermögliche kontinuierliche Kontrollen und erhalte das Fachwissen der Beteiligten. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) warnt jedoch vor Risiken, darunter die Anfälligkeit der Anlage für Terroranschläge oder Kriegsereignisse. Das Lager sei nie für solche Bedrohungen ausgelegt worden.
Zudem soll der verlängerte Betrieb den Wissensaustausch zwischen den Generationen der Mitarbeiter sichern. Kritiker betonen allerdings, dass die Langzeitlagerung in Gorleben ungelöste Herausforderungen mit sich bringt.
Die 20-jährige Verlängerung hält Gorleben in Betrieb, während die Suche nach einem Endlager weitergeht. Regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen bleiben laut den neuen Auflagen verpflichtend. Die Entscheidung spiegelt sowohl praktische Erfordernisse als auch die anhaltende Debatte um die Sicherheit wider.
