Golms Max-Planck-Campus wird mit grünen Innovationen zum CO₂-Sparmeister
Luisa HartmannGolms Max-Planck-Campus wird mit grünen Innovationen zum CO₂-Sparmeister
Der Max-Planck-Campus in Golm verstärkt sein Engagement für Nachhaltigkeit und Energieautonomie. Eine Reihe grüner Initiativen soll die Forschungsinstitute des Standortes bald mit Energie versorgen und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß um mehrere hundert Tonnen pro Jahr senken.
Der Campus setzt seit Langem auf effiziente Energienutzung. Zwei Blockheizkraftwerke (BHKW), die in den 1990er-Jahren installiert wurden, erreichen bereits eine Effizienz von fast 80 Prozent. Ein Geothermie-System mit rund 160 Erdsonden deckt seit 1999 einen Teil des Energiebedarfs der Institute ab.
Zu den jüngsten Modernisierungen gehört der Austausch veralteter Ultra-Tiefkühlschränke durch energiesparende Modelle, wodurch der Stromverbrauch um 65 Prozent gesenkt wurde. Sämtliche Institute stellen zudem auf LED-Beleuchtung um, und das Campus-Gewächshaus nutzt seit 2022 ausschließlich LED-Pflanzenlampen.
Aktuell laufen neue Projekte an: Auf 6.000 Quadratmetern Forschungsfläche entsteht eine Agri-Photovoltaik-Anlage, die Ökostrom erzeugt und gleichzeitig den Anbau von Nutzpflanzen unter den Solarmodulen ermöglicht. Eine zweite Solarstromanlage wird bald das Dach des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik bedecken. Nach der Fertigstellung soll der erzeugte Strom die Max-Planck-Institute in Golm versorgen.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird ein Teil des Geländes in eine Wildblumenwiese umgewandelt, wobei 1.000 Quadratmeter dauerhaft erhalten bleiben. Durch diese Maßnahmen lassen sich jährlich über 600 Tonnen CO₂ einsparen.
Der Campus baut seine Kapazitäten für erneuerbare Energien weiter aus, ohne die Forschungstätigkeit zu beeinträchtigen. Die neuen Systeme verringern die Abhängigkeit von externen Stromquellen und senken langfristig die Emissionen. Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Ziel für die Institute in Golm.






