30 March 2026, 16:17

Gesetzliche Krankenversicherung steht vor 40-Milliarden-Loch bis 2030 – Reformen dringend nötig

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die "Millionen von Amerikanern sparen durchschnittlich 800 USD im Jahr bei den Gesundheitversicherungsprämien thanks to the Inflation Reduction Act" in der Mitte, begleitet von einem Logo.

Gesetzliche Krankenversicherung steht vor 40-Milliarden-Loch bis 2030 – Reformen dringend nötig

Gesundheitsfinanzierungskommission warnt vor drohender Krise der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Gesundheitsfinanzierungskommission der Bundesregierung hat ihren ersten Bericht zur Zukunftssicherung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorgelegt. Die Ergebnisse zeichnen ein düsteres Bild: Die Finanzlage verschärft sich zusehends, während die Beitragssätze bereits auf Rekordniveau gestiegen sind. Ohne grundlegende Reformen droht der GKV bis 2030 ein Fehlbetrag von über 40 Milliarden Euro.

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Laut dem Bericht wird sich die Finanzierungslücke weiter verschärfen. Bereits 2027 könnte ein Defizit von mehr als 15 Milliarden Euro entstehen – eine Summe, die sich bis 2030 mehr als verdoppeln könnte. Die Beitragssätze sind bereits gestiegen: von 17,1 Prozent im Jahr 2025 auf 17,5 Prozent 2026. Ausschlaggebend dafür ist der Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags, der nun bei 2,9 Prozent liegt.

Um die Krise abzuwenden, schlägt die Kommission 66 Maßnahmen vor. Zu den zentralen Empfehlungen zählen höhere Steuern auf Tabak und Alkohol sowie die Einführung einer gestaffelten Abgabe auf zuckerhaltige Getränke. Zudem wird vorgeschlagen, die volle Finanzierung von Pilotstudien zu beenden und schrittweise verpflichtende Zweitmeinungen vor häufigen Operationen einzuführen. Weitere Schritte umfassen die Abschaffung Sonderregelungen für die Vergütung im Rahmen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) sowie die Streichung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wird die Vorschläge nun prüfen. Noch in diesem Jahr sollen erste gesetzgeberische Schritte eingeleitet werden, damit die Reformen ab 2027 greifen können.

Der Bericht skizziert einen klaren Fahrplan zur Stabilisierung der GKV-Finanzen – doch es muss schnell gehandelt werden. Werden die Reformen umgesetzt, könnten sie die Finanzierung grundlegend reformieren und unnötige Ausgaben reduzieren. Die nächsten Schritte der Regierung werden entscheiden, ob das System eine historische Finanzkrise abwenden kann.

Quelle