31 January 2026, 20:12

Gegenprotest in Magdeburg: Aktivisten stören rechtsextremes Compact-Jubiläum

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern und Transparenten steht vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite, während einer Demonstration in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

Demonstration gegen das 'Compact'-Magazin-Event - Gegenprotest in Magdeburg: Aktivisten stören rechtsextremes Compact-Jubiläum

Gegenprotest in Magdeburg: Demonstration gegen rechtsextremes *"Compact"-Jubiläum

An diesem Wochenende soll in Magdeburg eine Gegenkundgebung stattfinden. Die Proteste richten sich gegen die Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen des Magazins Compact, das wegen seiner Verbindungen zur extremen Rechten in der Kritik steht. Die Organisatoren wollen die Veranstaltung stören und extremistischen Akteuren die Bühne entziehen.

Das deutsche Innenministerium hatte Compact bereits 2021 vom Verfassungsschutz als gesicherte rechtsextremistische Gruppe eingestuft. Dennoch plante das Magazin für 2024 eine große Jubiläumsveranstaltung. Diese war zunächst nach einem Verbot durch das Innenministerium abgesagt worden, doch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hob die Entscheidung 2025 wieder auf.

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Die aktuelle Gegenkundgebung folgt einer ähnlichen Aktion im August 2025 in Stößen im Burgenlandkreis, bei der sich etwa 50 Menschen versammelt hatten. Diesmal haben die Aktivisten in Magdeburg den Slogan "Jürgen und Björn – wir machen euch die Party kaputt!" geprägt – eine direkte Anspielung auf Compact-Chefredakteur Jürgen Elsässer und den AfD-Politiker Björn Höcke, die beide als Gäste erwartet werden.

Die Demonstranten wollen verhindern, dass Compact die Veranstaltung nutzt, um rechtsextreme Parteien und Publikationen zu bewerben. Der Veranstaltungsort Sudenburg ist dabei zum Symbol des Widerstands gegen den Einfluss des Magazins geworden.

Die Gegenproteste zeigen, wie anhaltend der Widerstand gegen Compact in Deutschland ist. Trotz früherer juristischer Hürden bleibt die Veranstaltung nun doch möglich – doch die Demonstranten sind entschlossen, der rechtsextremen Botschaft des Magazins entgegenzutreten. Das Ergebnis könnte prägend für den Umgang mit ähnlichen Veranstaltungen in Zukunft sein.