Gefährliches Tomatenvirus in russischer Lieferung aus China entdeckt
Clara HartmannGefährliches Tomatenvirus in russischer Lieferung aus China entdeckt
In Russland wurde in einer vier Tonnen schweren Tomatenlieferung aus China ein gefährliches Pflanzenvirus entdeckt. Die kontaminierte Ware war in einem Zolllager im sibirischen Krasnojarsk eingelagert worden, bevor die Behörden die Bedrohung erkannten. Die zuständigen Stellen haben nun die sofortige Vernichtung der Lieferung angeordnet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die befallenen Tomaten befanden sich im vorübergehenden Lager Agroterminal-Zoll, als der russische Agraraufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor das Vorhandensein des Tomaten-Braunen Kräusel-Frucht-Virus (Tomato brown rugose fruit virus) bestätigte. Dieser Erreger ist für seine rasche Zerstörung von Ernten bekannt und kann ein gesamtes Gewächshaus in weniger als einer Woche vernichten.
Das Virus breitet sich leicht zwischen Pflanzen durch direkten Kontakt, verunreinigte Werkzeuge oder sogar über die Hände und Kleidung von Arbeitern aus. Es kann zudem im Boden überdauern oder von bestäubenden Insekten wie Bienen und Hummeln übertragen werden. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und aggressiven Ausbreitung schlossen die Behörden alternative Gegenmaßnahmen aus.
Die befallenen Tomaten sollen nun verbrannt werden, um das Risiko einer Kontamination heimischer Kulturen auszuschließen.
Der Fund unterstreicht die strengen Biosicherheitsvorkehrungen für importierte Agrarprodukte. Durch die Verbrennung der Lieferung wollen die russischen Behörden verhindern, dass das Virus heimische Betriebe erreicht. Das Tomaten-Braune Kräusel-Frucht-Virus bleibt weltweit eine ernste Bedrohung für Gewächshausbetreiber.






