Gedenken an Noë Martin: Trauermarsch über die Brücke seines Namens
An die Erinnerung an Noë Martin wurde an einem Dienstagnachmittag im Rahmen der Aktionswoche „Demokratie und Vielfalt“ in Mahlow ein Gedenken abgehalten. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Martins Sohn, Negus Martin, führten einen Trauermarsch über die Noë-Martin-Brücke an, die 2021 zu seinen Ehren benannt wurde.
Noë Martin, ein in Jamaika geborener ehemaliger Bauunternehmer, war 1996 in Mahlow Opfer eines rassistischen Angriffs geworden. Zwei Männer aus dem Ort verfolgten ihn mit dem Auto, warfen einen Feldstein auf sein Fahrzeug und brachten ihn so zum Absturz gegen einen Baum. Bei dem Vorfall erlitt er eine Querschnittslähmung. 2020 verstarb er an den Folgen.
Trotz seiner schweren Verletzungen blieb Martin engagiert: Er organisierte eine Demonstration, initiierte ein Jugendaustauschprogramm und gründete eine Organisation, die seinen Namen und den seiner Frau trägt.
Bei der Gedenkveranstaltung sprachen Mahlows Bürgermeister Michael Schuchow und Judith Porath, Geschäftsführerin des Vereins Opferperspektive e.V., zu den Anwesenden. Ministerpräsident Woidke nutzte seine Rede, um auf die Rolle der AfD bei der Zunahme rechtsextremer Gewalt hinzuweisen. Noch in derselben Woche hatte der Bürgermeister rechtsextremen Künstlern die Teilnahme an der AfD-Veranstaltung „Märkische Klangnacht“ untersagt.
Das Gedenken ehrte Noë Martins Vermächtnis und sein Engagement für Vielfalt. Seine Geschichte und der anhaltende Kampf gegen Rechtsextremismus bleiben in Brandenburg von großer Bedeutung. Die Noë-Martin-Brücke steht heute als bleibendes Symbol für sein Leben und Wirken.






