20 April 2026, 16:11

Gazprom droht Moldau mit Gasstopp – Deutschland privatisiert Sefe bis 2028

Eine Balkendiagramm, das die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zeigt, mit Prozentangaben für den Anteil der Gasversorgung jedes Landes aus Russland.

Gazprom droht Moldau mit Gasstopp – Deutschland privatisiert Sefe bis 2028

Energiestreitigkeiten in Europa spitzen sich zu, nachdem Gazprom Moldau mit Gaslieferstopp ab dem 1. Januar droht. Gleichzeitig treibt Deutschland die Privatisierung von Sefe, der ehemaligen Gazprom-Tochter Gazprom Germania, voran, um den staatlichen Einfluss bis 2028 deutlich zu verringern. Die USA haben zudem eine vorübergehende Ausnahme von Sanktionen für ein serbisches Ölunternehmen mit russischen Beteiligungen verlängert.

Gazprom hat Moldau gewarnt, die Gaslieferungen zum Jahreswechsel einzustellen, falls ausstehende Schulden nicht beglichen werden. Als Reaktion erwägt die moldauische Regierung nun, den Gaskonzern Moldovagaz zu verstaatlichen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Deutschlands Privatisierungspläne für Sefe zielen darauf ab, durch eine Kapitalerhöhung zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro einzunehmen. Das Unternehmen, das Gasspeicher, Pipelines und eine britische Handelsabteilung betreibt, will seine Geschäfte als Ganzes fortführen, statt einzelne Vermögenswerte zu verkaufen. Nach der ersten Finanzierungsrunde wird der Staat seinen Anteil weiter reduzieren – mit dem Ziel, bis Ende 2028 mindestens 75 Prozent der Anteile abzugeben. Zudem wird eine mögliche Fusion mit Uniper, einem weiteren großen deutschen Gasimporteur, geprüft.

Die USA haben unterdessen eine letzte einmonatige Sanktionenausnahme für die Naftna Industrija Srbije (NIS), Serbiens staatlichen Ölkonzern, erteilt. Obwohl russische Akteure die Mehrheit an NIS halten, ermöglicht die Ausnahme vorerst den eingeschränkten Betrieb des Unternehmens.

Moldau steht vor einer Frist bis Januar, um den Gasstreit mit Gazprom beizulegen – andernfalls drohen Lieferkürzungen. Deutschlands Privatisierung von Sefe schreitet voran, mit dem Ziel, die staatliche Beteiligung bis 2028 deutlich zu verringern. Die US-Ausnahme für NIS bringt kurzfristige Entlastung, lässt die langfristigen Sanktionenrisiken jedoch ungelöst.

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