Fünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel
Jonas HofmannFünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel
Fünfzehn zugewanderte Frauen aus sechs verschiedenen Ländern haben in Deutschland ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen. Die Initiative Perspektive Pädagogik unterstützt sie bei der Vorbereitung auf eine Karriere in Bildung und Kinderbetreuung. Der aktuelle Lehrgang läuft bis Mitte Dezember 2026 und zielt darauf ab, den Fachkräftemangel im pädagogischen Bereich des Landes zu beheben.
Die Teilnehmerinnen stammen aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien. Im Laufe des kommenden Jahres werden sie das Sprachniveau C1 in Deutsch erreichen – eine Voraussetzung für die staatlich anerkannte Erzieherausbildung oder ein pädagogisches Hochschulstudium. Das Programm umfasst zudem Hospitationen, Praktika sowie Bewerbungs- und Vorstellungscoaching.
Frühere Durchgänge von Perspektive Pädagogik zeigten bereits beachtliche Erfolge: Bis Anfang 2026 hatten über 1.200 Absolventinnen eine Anstellung oder eine weiterführende Ausbildung im pädagogischen Bereich gefunden. Viele arbeiten inzwischen in Kitas oder absolvieren spezifische Bildungsprogramme.
Die Initiative fördert Zuwanderinnen und schließt gleichzeitig Lücken auf dem Arbeitsmarkt. Oberbürgermeister Becher betonte den doppelten Nutzen: die Integration von Neuankömmlingen in den Arbeitsmarkt und die Deckung des hohen Bedarfs an pädagogischem Personal. Die Teilnehmerinnen erkunden dabei Berufsfelder wie frühkindliche Bildung, sozialpädagogische Assistenz und heilpädagogische Förderung.
Der Erfolg des Programms zeigt sich in den Ergebnissen: Hunderte Absolventinnen sind bereits im Berufsleben angekommen, und die aktuelle Gruppe wird ihre Qualifizierung bis Ende 2026 abschließen. Mit dem C1-Zertifikat qualifizieren sie sich für Fachkräftepositionen im deutschen Bildungssektor.






