25 May 2026, 02:08

Florentina Holzingers spektakuläres Pfingststück sprengt alle Theatergrenzen in Wien

Florentina Holzingers 'Pfingstspiel' mit Friedenstauben und Monstertrucks

Florentina Holzingers spektakuläres Pfingststück sprengt alle Theatergrenzen in Wien

Ein mutiges und spektakuläres Schauspiel entfaltete sich am Wochenende in Wien – eine Inszenierung, die extreme Körperlichkeit mit atemberaubenden Bildern verband. Florentina Holzingers Pfingststück, aufgeführt im Wiener Eislaufverein, sprengte alle Grenzen: Drohnen, Fahrzeuge und sogar ein Monstertruck wurden in das chaotische Spektakel integriert.

Der Abend begann im Wiener Eislaufverein, wo Holzinger mit ihrem rein weiblichen Ensemble ein provokantes „Letztes Abendmahl“ zelebrierte. Einige Performerkünstlerinnen ertrugen Haken, die in ihre Schultern und Knie eingehakt waren, und steigerten so die Intensität des Geschehens. Später ließ sich eine nackte Frau in Zeitlupe an der Fassade des Intercontinental Hotels hinab – eine surreale, fast traumhafte Szene.

Das Publikum wurde anschließend nach Schloss Prinzendorf gebracht, dem historischen Ort von Hermann Nitschs Orgien-Mystérien-Theater. Dort ehrte Holzinger das Erbe des Aktionskünstlers mit einer „Malaktion“: Eine an ein Kreuz gefesselte Performerin wurde von Drohnen mit roter Farbe besprüht, während sie vor einer Leinwand hing.

Der Höhepunkt folgte mit einem Monstertruck, der im Innenhof ein hölzernes Panzer-Attrappe zermalmte. Ein Fallschirmspringer mit einem taubenverzierten Helm landete neben dem Trümmerfeld und pflanzte eine weiße Fahne auf – ein symbolischer Appell für Frieden. Den Abschluss bildete Holzinger mit ihrem Ensemble, das schwebend über dem Publikum in der Luft hing und sanft hin und her schwang.

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Durchgehend verband die Künstlerin Technik mit roher Körperlichkeit. Autos, ein Motorrad und Musikinstrumente wurden zu Verlängerungen der Performerkörper, was ein opulentes, unvergessliches Erlebnis schuf.

Die Produktion verschmolz Kunst, Schmerz und Spektakel auf eine Weise, die tiefen Eindruck hinterließ. Holzingers Verbindung von Nitschs rituellem Stil mit moderner Bühnentechnik markierte einen bemerkenswerten Moment des zeitgenössischen Theaters. Der Einsatz von Drohnen, Fahrzeugen und extremen körperlichen Akten machte die Inszenierung zu einem ebenso gewagten wie zum Nachdenken anregenden Werk.

Quelle