21 June 2026, 02:08

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Pension, weniger Beamte – was steckt dahinter?

Wirtschaftsberater für die Verknüpfung des Renteneintrittsalters mit der Lebenserwartung

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Pension, weniger Beamte – was steckt dahinter?

Der Ökonom Gabriel Felbermayr hat Reformvorschläge für das deutsche Renten- und Beamtenwesen vorgelegt. Er plädiert dafür, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und die Zahl der verbeamteten Beschäftigten zu verringern. Seine Ideen orientieren sich an Vorbildern aus anderen OECD-Staaten.

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Felbermayr schlägt vor, dass bei einer Steigerung der Lebenserwartung um ein Jahr auch das Renteneintrittsalter um einen Teil dieses Zeitraums angehoben werden sollte. Wie er betont, haben zahlreiche OECD-Länder dieses Modell bereits eingeführt. Eine solche Anpassung würde seiner Meinung nach verhindern, dass Rentner Kaufkraft verlieren.

Zudem regt er eine Änderung der Rentenberechnung an. Künftige jährliche Erhöhungen sollten sich an der Inflation und nicht am durchschnittlichen Lohnwachstum orientieren. Diese Umstellung würde Kosten sparen, da Löhne oft stärker steigen als die Preise.

Bei der Reform des öffentlichen Dienstes kritisiert Felbermayr die hohe Zahl verbeamteter Beschäftigter in Deutschland. Dies schaffe den Eindruck von Ungleichheit und spalte die Gesellschaft, so seine Argumentation. Nur Mitarbeiter in hoheitlichen Funktionen – etwa Polizisten oder Richter – sollten einen Beamtenstatus erhalten. Die Forderung, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzugliedern, hält er für eine Ablenkung von den eigentlichen Problemen.

Felbermayrs Vorschläge zielen darauf ab, das deutsche Renten- und Beamtenwesen zu modernisieren. Im Mittelpunkt seiner Empfehlungen stehen Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit. Die Änderungen würden Deutschland an die Praktiken anderer Industrienationen angleichen.

Quelle