FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach Wahldebakel in Rheinland-Pfalz zurück
Luisa HartmannFDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach Wahldebakel in Rheinland-Pfalz zurück
Daniela Schmitt, Landesvorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz, ist als Parteichefin zurückgetreten. Ihr Rückzug folgt auf die schwere Niederlage der Partei bei der jüngsten Landtagswahl, bei der sie nur 2,1 Prozent der Stimmen holte. Damit verfehlt die FDP zum zweiten Mal seit 2011 den Einzug in den Landtag.
Schmitt hatte im April 2025 den Landesvorsitz übernommen, nachdem ein erbitterter innerparteilicher Machtkampf stattgefunden hatte. Dies war auf den Abgang von Volker Wissing und den plötzlichen Tod des FDP-Justizministers Herbert Mertin zurückgegangen. Bevor sie in die Politik ging, arbeitete sie als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz und trat in ihren frühen Dreißigern der FDP bei.
Bei der Landtagswahl 2021 führte Schmitt die FDP mit 5,5 Prozent als Spitzenkandidatin zurück in den Landtag und ermöglichte so die Teilnahme an der Ampel-Koalitionsregierung. Als Wirtschafts- und Verkehrsministerin gelang es ihr, eine Milliardeninvestition des US-Pharmakonzerns Eli Lilly in ihre Heimatstadt Alzey zu holen.
Bei der jüngsten Wahl brach die Unterstützung für die FDP auf 2,1 Prozent ein, womit ihre Rolle in der Landesregierung endete. Das schlechte Ergebnis löste auch den Rücktritt des Bundesvorsitzenden Christian Dürr aus und lässt die Partei ohne Koalitionspartner zurück. Schmitt kündigte an, bei der für Mai geplanten Neuwahl der Parteispitze nicht mehr anzutreten, und begründete dies mit dem Wunsch, der Partei den Weg für eine neue Zukunft zu ebnen.
Sie forderte, auf dem Landesparteitag am 9. Mai ein neues Führungsteam zu wählen. Trotz des Rückschlags betonte Schmitt, die FDP bleibe eine liberale Stimme und werde daran arbeiten, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen – mit dem Ziel, bei künftigen Wahlen wieder in den Landtag einzuziehen.
Mit dem Ausscheiden der FDP aus dem Landtag entfällt sie als Koalitionspartner, was voraussichtlich eine Neuauflage der Regierung unter Führung der SPD – entweder mit den Grünen oder der CDU – erzwingt. Schmitts Rücktritt markiert das Ende ihrer weniger als ein Jahr währenden Amtszeit. Nun steht die Partei vor der Herausforderung, ihre Unterstützung bis zum nächsten Wahlzyklus wieder aufzubauen.






