Radfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Fahrradbusse bringen Kinder sicher und gemeinsam zur Schule
Ein neues Konzept für sicheres Radfahren zur Schule gewinnt in Deutschland an Fahrt
Inspiriert vom Bici-Bus-Modell aus Barcelona testen nun auch deutsche Städte wie Frankfurt organisierte Gruppenfahrten für Kinder. Die Initiative hilft jungen Radfahrern, früh Verkehrskompetenz zu erwerben und gleichzeitig Selbstvertrauen im Straßenverkehr aufzubauen.
Die Idee stammt aus Spanien, wo der Bici-Bus ursprünglich entwickelt wurde, um Kindern das sichere Radfahren in geschützten Gruppen zur Schule zu ermöglichen. In Deutschland hat Simone Markl vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) das Konzept mit Leben gefüllt. Statt bis zur vierten Klasse auf die Radfahrprüfung zu warten, können dank der Fahrradbusse bereits Vorschulkinder mitmachen.
Funktioniert wie ein rollender Tross Erwachsene begleiten die Kinder als äußere Schutzschicht, während diese in der Mitte der Gruppe sicher in die Pedale treten. Ein Mindestalter gibt es nicht – oft nehmen auch jüngere Geschwister teil. Im Mittelpunkt steht das frühe Erlernen von Verkehrsregeln und motorischen Fähigkeiten.
Frankfurt hat bereits auf drei Strecken Fahrradbusse eingerichtet, eine vierte Route in Bornheim ist in Planung. Ein Auftakt für die neue Strecke ist für Ende April vorgesehen. Besonders wertvoll sind solche Projekte in der Stadt, da es an sicheren Übungsflächen für Radfahrer mangelt.
Obwohl genaue Teilnehmerzahlen noch nicht vorliegen, wurde BiciBus Deutschland bereits als herausragendes Projekt in der Kategorie "Infrastruktur" für den Deutschen Fahrradpreis 2026 nominiert. Weitere Städte könnten Frankfurts Beispiel bald folgen.
Sicherer Schulweg, mehr Bewegung, starkes Gemeinschaftsgefühl Das Fahrradbus-Konzept bietet eine praktische Lösung für sichere Schulwege. Durch das Gruppenfahren sammeln Kinder Erfahrung im realen Verkehr. Gleichzeitig fördert das Projekt von klein auf Bewegung und gemeinschaftliches Engagement.






