EU-Zollreform 2026: Warum Ihre Online-Bestellungen aus Drittländern plötzlich teurer werden
Jonas HofmannEU-Zollreform 2026: Warum Ihre Online-Bestellungen aus Drittländern plötzlich teurer werden
Online-Einkäufe aus Ländern außerhalb der EU werden teurer
Ab dem 1. November 2026 steigen die Kosten für Bestellungen aus Drittstaaten: Auf Sendungen unter 150 Euro werden dann neue Zollgebühren fällig. Selbst kleine Einkäufe wie eine Handyhülle für 7 Euro könnten durch zusätzliche Abgaben fast 20 Euro kosten.
Schon ab dem 1. Juli 2023 werden Verbraucherinnen und Verbraucher bei Bestellungen bei Händlern außerhalb der EU höhere Preise bemerken. Die erste große Änderung steht 2026 an, wenn eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie auf Sendungen unter 150 Euro erhoben wird. Die genaue Höhe dieser Gebühr legt die Europäische Kommission fest.
Bis etwa 2028 werden dann alle Sendungen – unabhängig vom Wert – ab dem ersten Euro mit Zollabgaben belegt. Bisher fallen innerhalb der EU nur in Ausnahmefällen Steuern oder Zölle an, etwa bei Kaffee, Alkohol und Tabakwaren.
Neben den Gebühren könnten Verbraucher zudem zusätzliche Kosten für die Zollabwicklung tragen, die von den Versandunternehmen berechnet werden. Ein weiteres Problem sind schwächere Verbraucherrechte bei Käufen außerhalb der EU. Rücksendungen und Erstattungen könnten schwieriger werden. Kundinnen und Kunden wird daher geraten, vor der Bestellung bei unbekannten Händlern die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen genau zu prüfen.
Die Änderungen bedeuten für EU-Bürger höhere Kosten und mehr Bürokratie beim Einkauf bei Händlern aus Drittstaaten. Ein 7-Euro-Zubehörteil könnte sich durch Gebühren und Serviceentgelte fast verdreifachen. Verbraucher sollten sich auf zusätzliche Ausgaben einstellen und vor dem Kauf die Geschäftsbedingungen der Händler sorgfältig durchlesen.






