04 April 2026, 22:09

EU-Pläne für emissionsfreie Firmenflotten sorgen für heftigen Widerstand aus Wirtschaft und Politik

Liniengraph, der den Anstieg der Verkaufszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

EU-Pläne für emissionsfreie Firmenflotten sorgen für heftigen Widerstand aus Wirtschaft und Politik

Die EU drängt auf strengere Vorschriften, um den Anteil emissionsarmer und emissionsfreier Fahrzeuge in gewerblichen Flotten bis 2030 und 2035 deutlich zu erhöhen. Der Entwurf, Teil des Ende 2025 vorgestellten Automobil-Pakets, hat eine Debatte über Kosten und Machbarkeit ausgelöst. Der Autovermieter Sixt warnt, die Pläne könnten die Preise in die Höhe treiben und neue Abhängigkeiten von ausländischen Zulieferern schaffen.

Die Europäische Kommission legt in ihrem Regelungsentwurf ehrgeizige Ziele für die Elektrifizierung von Fuhrparks fest. Dem aktuellen Vorschlag zufolge müsste Deutschland sicherstellen, dass bis 2030 83 Prozent seiner gewerblichen Fahrzeuge die Standards für niedrige oder Null-Emissionen erfüllen – bis 2035 wären es sogar 95 Prozent. Die Verhandlungen über den Plan laufen noch.

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Sixt-Chef Konstantin Sixt kritisiert die Initiative als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Er argumentiert, dass verschärfte Regeln die Mietpreise in die Höhe treiben und den Betrieb erschweren würden. Zudem fürchtet er Risiken in der Batterie-Lieferkette: Durch die neuen Vorgaben könnte sich die Abhängigkeit Europas von China weiter verstärken.

Widerstand gegen die Ziele kommt jedoch nicht nur aus der Wirtschaft. Bundeskanzler Friedrich Merz und die Automobilindustrie setzen sich für eine Abmilderung der Emissionsstandards ein. Beide lehnen die von der EU geplanten Elektrifizierungsquoten für Unternehmensflotten ab – sie gingen zu weit, so die Kritik.

Der Vorstoß der EU zur Elektrifizierung stößt bei Branchenvertretern und Politikern gleichermaßen auf Skepsis. Sollten die Regeln wie vorgesehen umgesetzt werden, würden sie die gewerblichen Flotten innerhalb eines Jahrzehnts grundlegend verändern. Höhere Kosten und Risiken in der Lieferkette bleiben zentrale Streitpunkte in den laufenden Verhandlungen.

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